Scholz leitet neue Kommission für die Zukunft der Entwicklungspolitik
Julian HartmannScholz leitet neue Kommission für die Zukunft der Entwicklungspolitik
Altkanzler Olaf Scholz übernimmt eine neue Rolle als Leiter einer Kommission, die sich mit der Zukunft der Entwicklungspolitik befasst. Die Initiative geht auf eine Vereinbarung im Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD zurück, die die Beziehungen zum Globalen Süden vertiefen soll. Die Gruppe knüpft an das Erbe eines ähnlichen Projekts an, das Willy Brandt in den 1970er-Jahren leitete.
Die Kommission wurde im Rahmen des Koalitionsvertrags zwischen den deutschen Mitte-rechts- und Mitte-links-Parteien beschlossen. Ihr Ziel ist es, die Zusammenarbeit Deutschlands mit den Ländern des Globalen Südens neu zu denken. Scholz wird den Vorsitz der Gruppe übernehmen, der voraussichtlich rund 20 Mitglieder aus dem Globalen Norden und Süden angehören werden.
Die offizielle Vorstellung ist für Ende Juni bei einer Nachhaltigkeitskonferenz in Hamburg geplant. Dort werden Scholz und das Team offiziell eingeführt. Das Vorbild ist die Brandt-Kommission, die vor Jahrzehnten die internationalen Debatten über Entwicklungspolitik prägte.
Diesmal liegt der Fokus auf modernen Herausforderungen – von Klimawandel bis zu wirtschaftlichen Partnerschaften. Die Empfehlungen der Kommission könnten in den kommenden Jahren die deutschen Strategien für Auslands- und Entwicklungshilfe beeinflussen.
Die neue Kommission markiert eine Rückkehr zu hochrangigen Diskussionen über globale Entwicklung. Scholzs Führung und die vielfältige Besetzung zielen darauf ab, umsetzbare Vorschläge zu erarbeiten. Die Ergebnisse werden voraussichtlich künftige Politiken zwischen Deutschland und dem Globalen Süden prägen.






