Sachsens neuer Plan: Zentralisierung von Flächenentscheidungen für industrielles Wachstum

Sachsens neuer Plan: Zentralisierung von Flächenentscheidungen für industrielles Wachstum
Sachsen arbeitet an einem neuen Landesentwicklungsplan, der die Entscheidungsfindung bei zentralen Fragen der Flächennutzung bündeln soll. Der Plan weist Gebiete für große Industrievorhaben, strategische Gewerbeansiedlungen und Rohstoffvorkommen aus. Die Landesregierung will künftig eine aktivere Rolle bei der Sicherung wichtiger kommerzieller und industrieller Standorte übernehmen. Aktuell verfügt Sachsen über 246 verfügbare Gewerbeflächen – von kleineren Grundstücken bis hin zu größeren Arealen von über zehn Hektar. Eine der größten Flächen ist das fast 150 Hektar umfassende Gebiet "Großenhain Nord", das noch auf einen Investor wartet. Doch die meisten bestehenden Gewerbegebiete sind aufgrund des starken Wirtschaftswachstums voll ausgelastet, und das Land hat versäumt, frühzeitig neue Flächen für künftige Ansiedlungen – insbesondere für Großprojekte – zu entwickeln. Mit dem neuen Plan sollen diese Gebiete möglichst früh gesichert werden, um Erweiterungen in Branchen wie der Mikroelektronik oder den Siemens-Standorten gerecht zu werden. Bis eine Fläche mit voller Baugenehmigung marktreif ist, können drei bis vier Jahre vergehen. Der Freistaat erweitert seine Gewerbegebiete; geplante Ergänzungen umfassen Erweiterungen im Industriepark Oberelbe, im Industriegebiet Schwarze Pumpe sowie Flächen entlang der Radefelder Allee in der Nähe des Flughafens Leipzig/Halle. Um weiterhin Investitionen zu gewinnen und hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen, muss Sachsen seine Gewerbeflächenreserven weiter ausbauen. Seit Beginn des Programms hat das Land rund 5,1 Millionen Euro an Kommunen ausgezahlt. Die Einfrierung des Regioplan-Förderprogramms seit 2023 aufgrund von Haushaltsengpässen erschwert jedoch die lokale Planungsarbeit zusätzlich.



