Sachsen ringt mit 2,9-Milliarden-Loch: Sparen oder neue Schulden?

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Sachsen muss ein Defizit von 2,9 Milliarden Euro ausgleichen - Sachsen ringt mit 2,9-Milliarden-Loch: Sparen oder neue Schulden?

Sachsen muss ein Defizit von 2,9 Milliarden Euro ausgleichen

Stand: 9. Dezember 2025, 13:35 Uhr

Sachsen steht im Haushaltsplan für 2027/2028 vor einem Defizit von 2,9 Milliarden Euro. Finanzminister Christian Piwarz (CDU) bezeichnete die Lage als „beispiellose Herausforderung“ und warnte, dass dringend Maßnahmen erforderlich seien, um die Ausgaben zu drosseln und die Finanzen zu konsolidieren. Nun muss das Land entscheiden, wie es die Lücke schließen will – angesichts politischer Konflikte über Kreditaufnahmen und Kürzungen.

Nach geltendem Recht darf Sachsen jährlich bis zu 0,35 Prozent seiner Wirtschaftsleistung neu verschulden, was etwa 700 Millionen Euro entspricht. Doch selbst dieser begrenzte Spielraum reicht nicht aus, um das prognostizierte Minus zu decken. Die Landesregierung hat bereits Gehaltserhöhungen für Beamte einkalkuliert, doch die Gewerkschaften kritisieren, dass die Anpassungen unzureichend seien.

Das Defizit zwingt Sachsen, zwischen drastischen Sparmaßnahmen und politischer Ablehnung neuer Schulden abzuwägen. Da der demografische Wandel den Personalabbau erleichtert, rückt nun die Ausarbeitung konkreter Pläne vor den Verhandlungen 2026 in den Fokus. Die Entscheidungen werden die Finanzpolitik des Freistaats für Jahre prägen.