16 April 2026, 16:39

Russlands Regionen kämpfen um Steuereinnahmen: Wer behält was – und warum?

Detailierte Karte der Russischen Föderation mit Text und Logo, die geographische Merkmale wie Flüsse, Gebirge und Städte zeigt.

Russlands Regionen kämpfen um Steuereinnahmen: Wer behält was – und warum?

In Russlands Regionen gab es 2025 deutliche Unterschiede bei der Verteilung der Steuereinnahmen zwischen den lokalen Haushalten und dem föderalen Staatshaushalt. Im Durchschnitt verblieb etwas mehr als 42 % der eingenommenen Steuern in den regionalen Budgets, während der Rest nach Moskau floss. Einige Gebiete behielten fast ihre gesamten Mittel, andere überweisen den Großteil an den Zentralhaushalt.

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Insgesamt wurden 2025 in Russland 57,1 % der regionalen Steuereinnahmen an den föderalen Haushalt abgeführt. Damit standen im Schnitt nur 42,9 % für lokale Ausgaben zur Verfügung. Doch die Zahlen variierten zwischen den Regionen beträchtlich.

Der Autonome Kreis der Chanten und Mansen (Chanty-Mansijsk) überwies 87,6 % seiner Steuereinnahmen nach Moskau und behielt nur einen kleinen Anteil. Im benachbarten Autonomen Kreis der Jamal-Nenzen waren es 87,8 %, während die Oblast Orenburg 82,9 % abführte.

Ganz anders sah es im Gebiet Krasnodar aus: Hier verblieben 70,3 % der Einnahmen vor Ort, nur 29,7 % gingen an den Bundeshaushalt. Die Republik Burjatien behielt 86,8 % ihrer Steuern im Land. Die Oblast Kemerowo hielt 92,4 % zurück, und die Republik Altai verzeichnete mit 94,8 % den höchsten Eigenbehalt.

Die Daten zeigen, wie unterschiedlich die Steuerverteilung in Russland ausfällt. Rohstoffreiche Regionen tragen besonders stark zum föderalen Haushalt bei, während andere den Großteil ihrer Einnahmen selbst behalten. Die Unterschiede spiegeln wirtschaftliche Disparitäten und regionale Finanzprioritäten wider.

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