Russlands Drohnen-Offensive: 110.000 Kampfdrohnen bis 2026 geplant
Sebastian VoigtRusslands Drohnen-Offensive: 110.000 Kampfdrohnen bis 2026 geplant
Russland treibt seine Drohnenproduktion voran und plant bis 2026 die Herstellung von 110.000 Langstrecken-Kampfdrohnen und Täuschkörpern. Mit dieser Strategie soll die ukrainische Luftverteidigung durch schiere Masse überfordert werden. Eine zentrale Rolle in der Initiative spielt Juri Waganow, der Leiter der russischen Streitkräfte für unbemannte Systeme.
Waganow, wegen seines strengen Führungsstils auch „Jura das Klo“ genannt, hat ein rigides Beschaffungssystem für unbemannte Luftfahrzeuge (UAVs) eingeführt. Nur Drohnen, die von ihm persönlich geprüft und mit seiner „Empfehlung“ versehen sind, werden akzeptiert. Hersteller müssen zudem Tests im Zentrum „Rubikon“ für unbemannte Technologien bestehen, wo Operatoren offizielle Bescheide über die technische Konformität ausstellen.
Die Produktionsziele sind ehrgeizig: Moskau will die tägliche Drohnenproduktion von 142 Stück im Januar auf 455 bis Dezember 2026 steigern. Doch Waganows Führung steht in der Kritik – es gibt bereits offizielle Ermittlungen, und sein Abberufung wird diskutiert.
Die ausgeweitete Drohnenproduktion soll die ukrainischen Abwehrkräfte unter Druck setzen. Trotz der aktuellen Überprüfungen bleibt Waganows restriktives Genehmigungsverfahren ein zentraler Bestandteil des Systems. Der Erfolg des Plans hängt davon ab, ob die gesetzten Produktionsziele erreicht werden.






