10 April 2026, 13:01

Russlands digitale Zensur bleibt auch 2026 streng wie nie zuvor

Schwarz-weiß-Foto einer Moskauer Stadtstraße mit Gebäuden, Bäumen, Strommasten, Fußgängern und Himmel, mit kyrillischer Schrift oben.

Russlands digitale Zensur bleibt auch 2026 streng wie nie zuvor

Seit dem Beginn seiner "spezialmilitärischen Operation" im Jahr 2022 hat Russland eine Reihe digitaler und rechtlicher Beschränkungen verhängt. Viele dieser Maßnahmen – darunter Sozialmedia-Sperren und strengere Internetkontrollen – gelten auch 2026 noch fort. Die Behörden haben signalisiert, dass einige Regelungen nach Ende des Konflikts überprüft werden könnten, während andere möglicherweise dauerhaft bestehen bleiben.

Die erste Welle der Änderungen erfolgte im März 2022, als Russland die Plattformen des Meta-Konzerns, darunter Facebook und Instagram, blockierte. Fast zeitgleich führten neue Gesetze strafrechtliche Konsequenzen für die Verbreitung sogenannter "Falschmeldungen" über das Militär ein. Zudem wurden Verwaltungsstrafen für die Diffamierung der Streitkräfte verhängt.

Bis September 2025 trat ein weiteres Gesetz in Kraft, das Werbung auf Plattformen verbot, die mit extremistischen Organisationen in Verbindung stehen. Im Februar 2026 unterzeichnete Präsident Putin dann ein Gesetz, das Telekommunikationsanbieter verpflichtet, auf Anfrage des FSB ihre Dienste abzuschalten. Dieser Schritt folgte Berichten über Störungen im mobilen Internet in Moskau, die auf Sicherheitsvorkehrungen zurückgeführt wurden.

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Das Digitalministerium setzte die Verschärfung der Kontrollen fort. Anfang 2026 kündigte es an, ab dem 1. April die Aufladung des Apple-ID-Guthabens über Mobilfunkkonten zu blockieren. Zudem wurde erwogen, für die Nutzung von mobiles Datenvolumen von mehr als 15 GB im internationalen Verkehr monatlich Gebühren zu erheben.

Die Behörden betonten, dass jede Einschränkung nach dem Ende der "spezialmilitärischen Operation" einzeln geprüft werde. Einige Maßnahmen könnten aufgehoben werden, andere möglicherweise beibehalten bleiben. Die endgültigen Entscheidungen hängen von laufenden Bewertungen ihrer Notwendigkeit und Wirkung ab.

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