20 April 2026, 13:01

Russland will gegen heimliche Mengenreduzierung bei Produkten vorgehen

Schwarze und weiße Zeitungsanzeige für ein gesundheitsbezogenes Produkt, das zu einem niedrigen Preis verkauft wird.

Russland will gegen heimliche Mengenreduzierung bei Produkten vorgehen

Boris Tschernyschow, stellvertretender Vorsitzender der Staatsduma, fordert Rospotrebnadzor auf, gegen die heimliche Verringerung von Produktmengen vorzugehen

Der stellvertretende Duma-Vorsitzende Boris Tschernyschow hat die russische Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadzor aufgefordert, härter gegen die sogenannte "Shrinkflation" vorzugehen – eine Praxis, bei der Hersteller die Füllmengen ihrer Produkte stillschweigend reduzieren, während Preise und Verpackungsgrößen unverändert bleiben. Tschernyschow argumentiert, dass solche Methoden Verbraucher täuschen und das Vertrauen in den Markt untergraben.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

In einem offiziellen Schreiben an Anna Popowa, die Leiterin von Rospotrebnadzor, setzte sich Tschernyschow für ein Verbot verdeckter Mengenreduzierungen ein. Zudem übermittelte er einen ähnlichen Vorschlag an Anton Alichanow, den Minister für Industrie und Handel, und forderte rechtliche Maßnahmen gegen diese Praxis. Wie die Nachrichtenagentur TASS berichtet, betont der Appell, dass einige Hersteller die Unaufmerksamkeit der Verbraucher ausnutzen, indem sie Produktangaben ohne klare Kennzeichnung ändern.

Der stellvertretende Duma-Vorsitzende wies darauf hin, dass Hersteller mitunter mehr Luft in Verpackungen füllen oder die Qualität mindern, um Käufer zu täuschen. Viele Verbraucher, so Tschernyschow, würden die Kleingedruckten nicht prüfen und seien daher besonders anfällig für solche Tricks. Um dem entgegenzuwirken, schlug er vor, Unternehmen gesetzlich zu verpflichten, Änderungen bei Größe oder Zusammensetzung ihrer Produkte offen zu kommunizieren.

Tschernyschow ist überzeugt, dass strengere Regeln für mehr Fairness auf dem Markt sorgen würden. Durch das Verhindern versteckter Reduzierungen solle die Initiative Verbrauchern helfen, informiertere Kaufentscheidungen zu treffen, und irreführende Praktiken eindämmen.

Falls die vorgeschlagenen Regelungen umgesetzt werden, müssten Hersteller künftig jede Änderung von Produktmengen oder -qualität deutlich angeben. Dies könnte Unternehmen zu mehr Transparenz zwingen und die Möglichkeiten für täuschende Verpackungen einschränken. Langfristig könnte dies zu einem ehrlicheren Marktumfeld für russische Verbraucher führen.

Lesen Sie auch:

Quelle