16 April 2026, 09:04

Russland diskutiert über Bußgelder für VPN-Nutzer – doch Minister lehnen pauschale Strafen ab

Ein Mann im Anzug, der wahrscheinlich eine Erklärung zum Urteil des Obersten Gerichts abgibt, das den russischen Außenminister Sergej Lawrow verbietet.

Russland diskutiert über Bußgelder für VPN-Nutzer – doch Minister lehnen pauschale Strafen ab

Die Diskussionen über mögliche Bußgelder für VPN-Nutzer in Russland haben bei Beamten und Abgeordneten Aufmerksamkeit erregt. Sowohl Digitalisierungsminister Maksut Schadajew als auch der führende Abgeordnete Anton Gorelkin lehnen pauschale verwaltungsrechtliche Strafen für die Nutzung von VPN-Diensten ab. Das Thema kam Ende März bei Gesprächen mit Wirtschaftsvertretern auf.

Wie Forbes am 28. März berichtete, hatte das Digitalisierungsministerium Bußgelder für VPN-Nutzer nicht ausgeschlossen. Die Möglichkeit war während der Gespräche mit Wirtschaftsführern zur Sprache gekommen. Schadajew präzisierte später, er halte solche Sanktionen für einen überzogenen Ansatz.

Gorelkin, ein einflussreicher Abgeordnete, unterstützte Schadajews Haltung. Er betonte, im Staatsduma sei weder ein vollständiges VPN-Verbot noch flächendeckende Strafen je diskutiert worden. Stattdessen schlug er vor, Sanktionen nur gegen diejenigen zu verhängen, die VPNs für kriminelle Aktivitäten nutzen.

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Schadajews Ziel ist es, die VPN-Nutzung zu reduzieren, ohne normale Anwender unnötig zu belasten. Er äußerte die Hoffnung, auf verwaltungsrechtliche Strafen vollständig verzichten zu können. Gorelkin fügte hinzu, er erwarte vom Ministerium einen Kompromiss – insbesondere im Umgang mit ausländischen Plattformen, die sich weigern, russische Vorschriften einzuhalten.

Die Debatte zeigt unterschiedliche Ansätze zur Regulierung von VPN-Diensten in Russland. Zwar bleiben Bußgelder eine Option, doch sowohl Schadajew als auch Gorelkin befürworten eine zurückhaltendere Lösung. Nun rückt in den Fokus, ob ein Kompromiss möglich ist, ohne die Nutzer mit harten Einschränkungen zu belasten.

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