Ruja Ignatovas Verschwinden bleibt ein ungelöstes Finanzrätsel – und eine Schauspielerin blickt hinter die Fassade

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Eine Münze mit einer Inschrift.

Nilam Farooq im Interview: "Je reicher man wird, desto schlechter wird der Geschmack" - Ruja Ignatovas Verschwinden bleibt ein ungelöstes Finanzrätsel – und eine Schauspielerin blickt hinter die Fassade

Das Verschwinden von Ruja Ignatova, der Drahtzieherin hinter der gefälschten Kryptowährung OneCoin, bleibt eines der größten ungelösten Rätsel der Finanzkriminalität. Fast neun Jahre nach ihrem spurlosen Verschwinden mit Milliardenvermögen haben die Behörden weiterhin keine gesicherten Hinweise auf ihren Verbleib. Nun hat die Schauspielerin Nilam Farooq, die Ignatova in der ZDF-Serie "Nimm das Geld und lauf" verkörpert, ihre Gedanken zum Fall und der Frau hinter dem Betrug geteilt.

Ruja Ignatova wurde zuletzt am 25. Oktober 2017 gesehen, als sie einen Flug von Sofia nach Athen bestieg. Seither entzieht sie sich der Festnahme, trotz einer internationalen Fahndung unter Führung des FBI und anderer Ermittlungsbehörden. Anfang 2026 gibt es nach wie vor keine bestätigten Sichtungen – ihr Aufenthaltsort ist unbekannt, auch wenn Spekulationen reichen, sie könnte sich auf einer Yacht in internationalen Gewässern verstecken oder möglicherweise nicht mehr am Leben sein.

Nilam Farooq, die sich für ihre Rolle intensiv mit Ignatovas Leben beschäftigt hat, beschreibt die Flüchtige als eine von Gier getriebene Person. Ignatova habe sich selbst eingeredet, dass astronomischer Reichtum jeden moralischen Preis wert sei, und damit den Betrug an Tausenden gerechtfertigt, so Farooq. Ihre Besessenheit von Geld, so die Schauspielerin, habe sie blind für die Folgen ihres Handelns gemacht. Ignatovas Familie lebt unterdessen weiterhin in der Nähe von Frankfurt. Ihr Ehemann, dem ein neuer Prozess bevorsteht, steht nach wie vor unter Beobachtung. Farooq, die zwar den Wert von Geld schätzt, aber auch dessen Grenzen anerkennt, stellt ihre eigene Haltung dem zwanghaften Verhältnis Ignatovas gegenüber. Während sie glaubt, dass Geld Chancen eröffnen und Glück bringen kann, weiß sie auch, dass es nicht alles ist – eine Lektion, die Ruja Ignatova nie gelernt hat.

Die Suche nach Ruja Ignatova geht weiter, ohne dass konkrete Antworten in Sicht wären. Ihre Geschichte, nun auf dem Bildschirm dramatisiert, dient als mahnendes Beispiel dafür, wie weit ein Mensch für Reichtum zu gehen bereit ist. Für die Opfer des OneCoin-Betrugs bleibt das Fehlen von Aufklärung eine schmerzhafte Frage nach Gerechtigkeit und Verantwortung.

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