Richterin zieht sich aus umstrittenem Verfahren gegen Unternehmer Kerich zurück
Finn WolfRichterin zieht sich aus umstrittenem Verfahren gegen Unternehmer Kerich zurück
Richterin Roselyne Aburili vom High Court hat sich in einem Verfahren gegen den Unternehmer Charles Kerich für befangen erklärt und sich von dem Fall zurückgezogen. Der Schritt erfolgte nach Bedenken hinsichtlich ihrer Neutralität in der Sache. Kerich war erst kürzlich wegen Missachtung des Gerichts zu einer Haftstrafe verurteilt worden, nachdem er eine Schuldenlast in Höhe von 106,7 Millionen Kenia-Schilling (KSh) nicht beglichen hatte.
Im Mittelpunkt des strittigen Verfahrens steht die Frage, ob Kerich für ein öffentliches Amt geeignet ist. Richterin Aburili entschied sich für den Rückzug, nachdem der Geschäftsmann Bryan Yongo ihre Unvoreingenommenheit in Zweifel gezogen hatte.
Kerichs juristische Probleme begannen bereits früher, als er zu einer dreimonatigen Haftstrafe verurteilt wurde. Die Strafe erfolgte, weil er die Schulden von 106,7 Millionen KSh nicht tilgte, was schließlich zu einem Urteil wegen Gerichtsverachtung führte.
Da Richterin Aburili den Fall nicht mehr leitet, muss nun ein neuer Richter oder eine neue Richterin die Verhandlungen übernehmen. Durch den Rückzug wird sich das Verfahren verzögern, bis eine Ersatzkraft bestimmt ist. Kerichs rechtliche Auseinandersetzungen dauern derweil an – seine Eignung für ein öffentliches Amt bleibt weiter umstritten. Die Entscheidung wird letztlich davon abhängen, wie der neue Richter oder die neue Richterin die vorliegenden Beweise bewertet.






