07 May 2026, 22:03

Rheinmetall wächst mit Marschflugkörpern und Schiffbau – doch die Zahlen enttäuschen Analysten

Plakat mit blauem Hintergrund und weißer Schrift, die besagt "Mehr als 16 Milliarden US-Dollar in neue Offshore-Wind-Investitionen unter Präsident Biden".

Rheinmetall wächst mit Marschflugkörpern und Schiffbau – doch die Zahlen enttäuschen Analysten

Rheinmetall meldet gemischte Ergebnisse im ersten Quartal – Umsatz und Gewinn steigen, verfehlen aber Prognosen

Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat für das erste Quartal gemischte Zahlen vorgelegt: Zwar stiegen Umsatz und Gewinn, doch blieben beide hinter den Erwartungen zurück. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen an, in die Produktion von Marschflugkörpern und den Schiffbau einzusteigen. Mehrere Großaufträge und Partnerschaften befinden sich derzeit in der Pipeline.

Der Umsatz des Konzerns belief sich in den ersten drei Monaten auf 1,94 Milliarden Euro – ein Plus von 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Allerdings lag dieser Wert 330 Millionen Euro unter den Schätzungen der Analysten. Das operative Ergebnis kletterte um 17 Prozent auf 224 Millionen Euro, verfehlte aber ebenfalls die Prognosen um 38 Millionen Euro.

Der Auftragsbestand von Rheinmetall stieg indes um 31 Prozent auf 73 Milliarden Euro an – erstmals flossen dabei auch Marinesysteme in die Gesamtbilanz ein. Der deutliche Anstieg spiegelt die wachsende Nachfrage nach Militärtechnik wider, insbesondere nach Luftabwehrsystemen und gepanzerten Fahrzeugen. Die Unternehmensführung erwartet, dass Großaufträge in diesen Bereichen die Geschäfte im zweiten Quartal beleben werden.

Gleichzeitig treibt Rheinmetall seine Expansionspläne voran: Das Unternehmen reichte ein vorläufiges Angebot für die German Naval Yards in Kiel ein und prüft eine Teilübernahme der rumänischen Werft Mangalia. Sollten diese Vorhaben gelingen, würde sich die Position des Konzerns im europäischen Schiffbau deutlich stärken.

Im Bereich Raketentechnik arbeitet Rheinmetall mit dem niederländischen Unternehmen Destinus zusammen, um die Marschflugkörper-Variante Ruta Block 2 zu entwickeln. Die Waffe mit einer Reichweite von über 700 Kilometern ist für Angriffe auf kritische Infrastruktur ausgelegt. Die Produktion soll Ende 2026 oder Anfang 2027 anlaufen.

Weitere Kooperationen im Raketenbereich sind in Planung: Während die Gespräche mit dem US-Konzern Raytheon voranschreiten, verlaufen die Verhandlungen mit Lockheed Martin langsamer. Parallel dazu könnte Rheinmetall mit mehreren Staaten im Nahen Osten Verträge über die Lieferung von bis zu zehn Luftabwehrsystemen im Jahr 2025 abschließen.

Trotz der enttäuschenden Quartalszahlen bestätigte Rheinmetall seine Ziele für 2026. Das Unternehmen strebt weiterhin einen Umsatz von 14 bis 14,5 Milliarden Euro an bei einer operativen Marge von rund 19 Prozent.

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Fazit: Wachstum, aber mit Luft nach oben Die Zahlen des ersten Quartals zeigen zwar eine positive Entwicklung, doch Rheinmetall blieb hinter den Markterwartungen zurück. Nun konzentriert sich der Konzern darauf, große Aufträge im Schiffbau und Fahrzeugsektor an Land zu ziehen, die Raketenproduktion auszubauen und Werftübernahmen abzuschließen. Gelingen diese Schritte, könnte sich Rheinmetalls Position in der Rüstungsbranche langfristig festigen.

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