Rheinmetall verkauft Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA
Julian HartmannRheinmetall verkauft Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA
Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte an AEQUITA für vorläufig 350 Millionen Euro
Rheinmetall hat sich mit der Investmentfirma AEQUITA auf den Verkauf seiner zivilen Sparte Power Systems für vorläufig 350 Millionen Euro geeinigt. Der Deal markiert einen weiteren Schritt in der laufenden Umstrukturierung des Konzerns – nach den bereits erfolgten Verkäufen seiner Kolbenfertigung in den Jahren 2023 und 2024.
Die Sparte, die rund 6.250 Mitarbeiter beschäftigt und im vergangenen Jahr einen Umsatz von 2 Milliarden Euro erzielte, wird auch nach Abschluss der Transaktion unter ihren etablierten Marken Pierburg, Kolbenschmidt und Motorservice weitergeführt.
Die Übernahme soll im vierten Quartal 2026 vollzogen werden, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen. AEQUITA übernimmt die Markenrechte und wird das Geschäft als eigenständiges Unternehmen führen – mit dem Ziel, alle aktuellen Mitarbeiter zu behalten.
Drei deutsche Standorte, die mit dem Joint Venture KS Huayu AluTech verbunden sind, sind nicht Teil des Deals. Sie verbleiben bei Rheinmetall als Gemeinschaftsunternehmen. Zudem behält der Konzern die Dermalog SensorTec sowie das spanische Werk von Pierburg S.A. in Abadiano.
Axel Geuer, Vorstandsvorsitzender und Co-CEO von AEQUITA, erklärte, die Übernahme werde den Umsatz des Unternehmens im Automobilsegment auf etwa 5 Milliarden Euro steigern. Rheinmetall-Chef Armin Papperger bezeichnete die Vereinbarung als „wichtigen Meilenstein“ in der Transformationsstrategie des Konzerns.
Nach Abschluss der Transaktion wird Rheinmetall seine Geschäftsschwerpunkte neu ausrichten, während AEQUITA seine Position in der Automobilbranche ausbaut. Die Operations der Sparte bleiben unter den bekannten Markennamen unverändert – was Kontinuität für Mitarbeiter und Kunden gleichermaßen sichert.






