Rheinmetall sichert 52-Millionen-Pfund-Auftrag für RCH 155 – doch die Aktie bleibt nervös

Admin User
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Ein Buchumschlag mit Armee-Panzern und Jeeps in einer KriegsSzene mit Text über der Illustration.

Rheinmetall sichert 52-Millionen-Pfund-Auftrag für RCH 155 – doch die Aktie bleibt nervös

Rheinmetall hat einen neuen Vertrag über 52 Millionen Pfund mit dem Vereinigten Königreich für sein hochmodernes mobiles Haubitzsystem RCH 155 abgeschlossen. Die in Partnerschaft mit KNDS geschlossene Vereinbarung unterstreicht die wegweisenden Fähigkeiten des Systems. Dennoch bleibt die Aktie des Unternehmens trotz der starken operativen Fortschritte aufgrund übergeordneter politischer Faktoren volatil.

In einer separaten Entwicklung hat ein hochrangiges Treffen zwischen US-amerikanischen und ukrainischen Spitzenpolitikern zusätzliche Unsicherheit in den Verteidigungssektor gebracht.

Die RCH 155 ist ein hochmobiles Artilleriesystem, das für den schnellen Einsatz konzipiert wurde. Es kann bis zu acht Schuss pro Minute auch während der Fahrt abfeuern und verfügt über eine Reichweite von über 70 Kilometern. Seine operationelle Flexibilität geht noch weiter: Mit einer Marschreichweite von etwa 700 Kilometern ist es extrem mobil.

Der britische Auftrag dient als wichtiger Beleg für die Kompetenz von Rheinmetall und könnte den Weg für größere Folgeaufträge ebnen. Dennoch spiegelt der Aktienkurs des Unternehmens diesen operativen Erfolg nicht wider. Stattdessen wird die Stimmung der Anleger derzeit von politischen Entwicklungen geprägt – darunter die jüngsten Gespräche zwischen dem US-Präsidenten Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Florida. Diese Diskussionen haben Befürchtungen genährt, dass mögliche Friedensverhandlungen oder ein Waffenstillstand die Nachfrage nach Militärtechnik mittelfristig dämpfen könnten.

Diese Diskrepanz zwischen den soliden Grundlagen Rheinmetalls und der kurzfristigen Aktienperformance ist kein Einzelfall. Auch andere Rüstungsunternehmen wie Hensoldt und Renk stehen unter ähnlichem Marktdruck. Analysten gehen davon aus, dass politische Nachrichten derzeit stärkeres Gewicht haben als operative Erfolge, wenn es um das Anlegerverhalten geht.

Unterdessen laufen unabhängig davon weitere politische Ereignisse ab: FIFA-Präsident Gianni Infantino traf sich am 6. Dezember 2025 mit US-Präsident Donald Trump anlässlich der WM-Auslosung in Washington. Das Ereignis hatte jedoch keine direkten Auswirkungen auf die Markttrends im Verteidigungssektor.

Der britische Auftrag über 52 Millionen Pfund für die RCH 155 untermauert die technischen und strategischen Stärken Rheinmetalls. Dennoch bleibt die Aktie des Unternehmens anfällig für politische Schwankungen statt für operative Erfolge. Solange geopolitische Spannungen das Anlegervertrauen beeinflussen, wird die Marktperformance des Verteidigungssektors voraussichtlich unberechenbar bleiben.