Restaurant in Magadan wegen "Schwarze Sonne"-Tattoo zu 10.000 Rubel Strafe verurteilt
Charlotte RichterRestaurant in Magadan wegen "Schwarze Sonne"-Tattoo zu 10.000 Rubel Strafe verurteilt
Ein Restaurant in Magadan wurde zu einer Strafe von 10.000 Rubel verurteilt, weil es einen Social-Media-Beitrag geteilt hatte, der ein Tattoo mit Bezug zu verbotenen extremistischen Symbolen zeigte. Im Mittelpunkt des Falls stand das Abbild eines "Schwarze Sonne"-Tattoos, das die Behörden mit dem Asow-Regiment in Verbindung brachten – einer Gruppe, die in Russland als terroristisch eingestuft wird.
Am 10. März 2025 entschied das Stadtgericht Magadan, dass das Restaurant gegen das Verwaltungsrecht verstoßen habe, indem es verbotene Bildsymbolik öffentlich zugänglich gemacht hatte. Der Beitrag war zwischen August 2025 und Januar 2026 in der VKontakte-Gemeinschaft "Restoclub…" veröffentlicht worden und zeigte eine Fotografie einer Person mit dem besagten Tattoo. Zwar sah das Gericht darin keinen strafrechtlich relevanten Tatbestand, doch gelangte es zu der Auffassung, dass das Tattoo das Asow-Regiment symbolisiere – eine rechtsextreme paramilitärische Einheit, die in Russland verboten ist.
Die Geldstrafe wurde auf Grundlage von Teil 1, Artikel 20.3 des russischen Gesetzes über Verwaltungsvergehen verhängt, der das öffentliche Zeigen extremistischer Symbole untersagt. Das Urteil ist noch nicht in voller Rechtskraft getreten, sodass weitere Berufungen oder Anpassungen möglich bleiben.
Der Fall unterstreicht die strenge Durchsetzung russischer Gesetze gegen extremistische Symbolik. Das Restaurant muss nun eine finanzielle Sanktion hinnehmen, während der Vorfall die anhaltende Überwachung von Online-Inhalten mit Bezug zu verbotenen Organisationen verdeutlicht. Das Asow-Regiment bleibt in Russland verboten, und mit ihm zusammenhängende Bildmotive können rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.






