Rechtsstreit um Fulton-County-Wahlausschuss eskaliert vor Oberstem Gericht Georgias
Finn WolfRechtsstreit um Fulton-County-Wahlausschuss eskaliert vor Oberstem Gericht Georgias
Der Wahlausschuss des Fulton County steht im Mittelpunkt eines Rechtsstreits über die Besetzung seiner Mitglieder. Die Republikanische Partei hatte 2025 Julie Adams und Jason Frazier nominiert, doch die Kreisverwaltung lehnte beide ab. Der Konflikt ist nun vor dem Obersten Gerichtshof von Georgia gelandet.
Der Ausschuss besteht derzeit aus vier Mitgliedern, darunter Julie Adams und zwei von den Demokraten ernannte Vertreter. Den Vorsitz hat Sherri Allen inne, die vom Fulton County Commission ernannt wurde. Nach Landesrecht müssen jeweils zwei Mitglieder von den beiden großen Parteien benannt werden.
Die Kommissionsmitglieder lehnten Adams ab, weil sie sich weigerte, das Wahlergebnis von 2024 zu bestätigen, und in damit zusammenhängende Klagen verwickelt war. Frazier wurde mit der Begründung abgelehnt, er habe angeblich Anträge auf Überprüfung der Wählerregistrierungen in Fulton County eingereicht. Frazier arbeitet für die Staatswahlbehörde von Georgia.
Ein Richter des Oberlandesgerichts Fulton County hatte die Kommission zunächst wegen ihres Vorgehens für verachtenswert erklärt. Das Berufungsgericht von Georgia hob dieses Urteil jedoch später auf. Der Oberste Gerichtshof von Georgia wird nun im Oktober über zwei rechtliche Fragen zum Ernennungsverfahren verhandeln.
Der Streit bleibt ungelöst, während das höchste Gericht des Bundesstaates den Fall prüft. Adams und Frazier konnten ihre Sitze nicht einnehmen, sodass die Zusammensetzung des Ausschusses weiterhin unklar ist. Die Entscheidung wird maßgeblich beeinflussen, wie künftige Ernennungen in den Wahlausschuss gehandhabt werden.






