Rahul Gandhi prangert Indiens "System der Ablehnung" an – und fordert radikale Bildungsreformen
Sebastian VoigtRahul Gandhi prangert Indiens "System der Ablehnung" an – und fordert radikale Bildungsreformen
Rahul Gandhi, Oppositionsführer im Lok Sabha, hat während eines Besuchs in Kota das indische Bildungssystem scharf kritisiert. Bei Gesprächen mit Studierenden thematisierte er Probleme wie den NEET-Fragebogenleak und die immense psychische Belastung junger Lernender.
Während der Begegnung zeigte Gandhi den Abschiedsbrief eines Schülers, der Suizid begangen hatte. Er machte nicht individuelles Versagen, sondern das Bildungssystem selbst für die Tragödie verantwortlich. Das System ausgebeutet seiner Ansicht nach Studierende und Familien, indem es Bildung, Prüfungen und Berufschancen kommerzialisiere.
Gandhi behauptete, der Bildungssektor erwirtschafte mit nur fünf großen Prüfungen Einnahmen in Höhe der kombinierten Haushalte von fünf Ministerien. Er beschrieb das System als „System der Ablehnung“, in dem von Millionen Teilnehmenden bei Prüfungen wie NEET, JEE oder UPSC nur eine Handvoll bestehe.
Er fragte die Studierenden, welche Träume sie hätten, wenn sie vom Druck befreit wären. Einer wollte tanzen, eine andere Ärztin werden. Gandhi betonte, dass eine Reform des Systems künftige Suizide verhindern könne – verursacht durch Stress und zerplatzte Hoffnungen.
Gandhis Äußerungen zielen auf strukturelle Mängel im indischen Bildungsmodell ab. Er forderte Reformen, um den Druck zu verringern und echte Chancen zu bieten. Die Diskussion in Kota unterstrich seine Forderung nach einem gerechteren Ansatz in Lehre und Bewertung.






