06 May 2026, 06:51

Putin setzt auf 60.000 Cyber-Freiwillige gegen "gefährliche" Online-Inhalte in Russland

Plakat einer gerahmten Karte von Russlands Verwaltungsgliederung mit der Beschriftung "Verwaltungsgliederung von Russland."

Putin setzt auf 60.000 Cyber-Freiwillige gegen "gefährliche" Online-Inhalte in Russland

Russland baut den Einsatz freiwilliger „Cyber-Trupps“ aus, um Online-Inhalte zu überwachen und schädliche gesellschaftliche Trends unter Jugendlichen zu bekämpfen. Präsident Wladimir Putin lobte deren Rolle bei der Identifizierung gefährlicher Inhalte und dem Schutz der nationalen Einheit. Die Initiative ist nun Teil eines umfassenden Regierungsplans, der bis 2030 läuft.

Im Juli 2025 betonte Putin, dass bereits rund 60.000 Freiwillige in diesen Cyber-Trupps mitwirken. Er bezeichnete ihre Arbeit als „entscheidend wichtig“ und hob hervor, dass sie Falschinformationen aufdecken und Kampagnen entgegenwirken, die den sozialen Zusammenhalt Russlands bedrohen. Die Gruppen konzentrieren sich darauf, die interethnische und interreligiöse Harmonie zu wahren, indem sie verbotene Inhalte an die Behörden melden.

Der neue Aktionsplan der Regierung für die Jahre 2026–2030 umfasst 41 Maßnahmen zur Bekämpfung negativer Einflüsse auf Jugendliche. Regionale Behörden werden Präventivprogramme an Schulen und Berufskollegs organisieren und Schüler in Cyber-Trupps sowie Medienpatrouillen einbinden. Zu den Aktivitäten gehören Diskussionen über die rechtliche Verantwortung bei Extremismus, psychologische Betreuung und der Aufbau einer gemeinsamen Datenbank mit Präventionsstrategien.

Andrei Swinzow, ein hochrangiger Beamter, schlug vor, Teilnehmer mit Belohnungen wie Bonuspunkten für Prüfungen, kostenlosen Wohnheimplätzen und Essenszuschüssen zu motivieren. Die regionalen Bildungsbehörden werden zudem jährliche Berichte über die Aktivitäten der Trupps an das Bildungsministerium und das Ministerium für Wissenschaft und Hochschulbildung übermitteln.

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Die ausgeweiteten Cyber-Trupps werden gemeinsam mit Medienpatrouillen Online-Räume und Bildungseinrichtungen überwachen. Ihre Meldungen fließen in ein zentrales System ein, während Anreize eine breitere Beteiligung von Jugendlichen fördern sollen. Das Programm spiegelt eine strukturierte Anstrengung wider, das digitale Verhalten junger Russen in den kommenden fünf Jahren gezielt zu beeinflussen.

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