Putin erlaubt Staatenlosen den Dienst als Vertragssoldaten in Russlands Armee
Julian HartmannPutin erlaubt Staatenlosen den Dienst als Vertragssoldaten in Russlands Armee
Russlands Präsident Wladimir Putin hat ein neues Gesetz unterzeichnet, das es Staatenlosen ermöglicht, als Vertragssoldaten in die Streitkräfte des Landes einzutreten. Die Maßnahme zielt darauf ab, die militärische Rekrutierung zu stärken, indem die Berechtigung über russische Staatsbürger hinaus ausgeweitet wird. Sowohl ausländische Staatsangehörige als auch Staatenlose können sich nun bis zum Ende der Mobilmachung oder der Beendigung der Kriegsbedingungen verpflichten.
Das Gesetz wurde am 24. Juni von der Staatsduma verabschiedet und erhielt am 2. Juli die Zustimmung des Föderationsrats. Es ändert drei zentrale Rechtsvorschriften: Über die Wehrpflicht und den Militärdienst, Über die Verteidigung sowie Über den Status der Militärangehörigen. Diese Anpassungen erlauben es Staatenlosen offiziell, Militärdienstverträge zu unterzeichnen.
Die Gesetzesvorlage wurde auf dem offiziellen russischen Rechtsinformationsportal veröffentlicht und trat mit der Veröffentlichung sofort in Kraft. Die Behörden bezeichneten den Schritt als eine dringende Maßnahme zur Verstärkung der Streitkräfte während der laufenden Militäroperationen.
Nach den neuen Regelungen können Staatenlose und ausländische Staatsangehörige bis zum Ende der Mobilmachung, der Aufhebung des Kriegsrechts oder der Beendigung der Kriegsbedingungen Dienst leisten. Das Gesetz erweitert die Rekrutierungsmöglichkeiten für das russische Militär und überführt eine bisher temporäre Regelung in eine dauerhafte Gesetzgebung.






