Proteste in Davao City: Fahrer kämpfen gegen explodierende Spritpreise und fordern politische Lösungen
Julian HartmannProteste in Davao City: Fahrer kämpfen gegen explodierende Spritpreise und fordern politische Lösungen
Am 31. März 2026 versammelten sich in Davao City Demonstranten, um gegen die stark gestiegenen Spritpreise zu protestieren und politische Maßnahmen zu fordern. Organisationen wie Bayan-Southern Mindanao und Kadamay-Davao führten die Kundgebung an und wiesen auf die finanzielle Belastung hin, unter der Fahrer und Fahrgäste leiden. In einigen Regionen liegen die Kraftstoffpreise mittlerweile bei über 120 Pesos pro Liter – ein Niveau, das Transportarbeiter zu dringendem Regierungshandeln aufrufen lässt.
Bei der Protestaktion schlossen sich Aktivisten und Fahrer der öffentlichen Jeepneys (PUJ) zusammen, um gegen die explodierenden Treibstoffkosten zu demonstrieren. Rauf Sissay von Bayan-Southern Mindanao bestätigte, dass die Preise für Diesel und Benzin stark angestiegen seien. Allein der Dieselpreis werde voraussichtlich um 12,50 auf 12,90 Pesos pro Liter klettern. Auch Benzin und Kerosin sollten um 1 bis 2,90 bzw. 2 bis 2,40 Pesos pro Liter teurer werden.
Leon Bolcan von Kadamay-Davao forderte die Abschaffung der Mehrwertsteuer und der Verbrauchsteuern auf Kraftstoffe. Zudem setzte er sich für die Rücknahme des Gesetzes zur Deregulierung des Ölmarktes ein und verlangte höhere Löhne, die ein familiengerechtes Existenzminimum sichern. Die PUJ-Fahrer unterstützten diese Forderungen und verlangten gleichzeitig eine Anpassung der Fahrpreise sowie einen Mindesttagesverdienst von 1.200 Pesos, um die steigenden Kosten auszugleichen.
Ein Vertreter der Transportgewerkschaft Uddra betonte, dass die hohen Spritpreise die Einnahmen der Fahrer stark schmälerten. Bayan warnte zudem vor Plänen für eine Vier-Tage-Woche, die ohne zusätzliche Bezahlung oder Sozialleistungen die Situation der Arbeitnehmer weiter verschärfen würde.
Der Protest spiegelte die wachsende Verärgerung über die Kraftstoff- und Lebenshaltungskosten wider. Die Organisatoren forderten umgehende Steuersenkungen auf Erdölprodukte sowie Lohnreformen, um die Belastung für Fahrer und Arbeitnehmer zu verringern. Ohne entsprechende Änderungen, so ihre Warnung, würden Transportarbeiter weiterhin mit nicht tragbaren Ausgaben kämpfen.






