Prevent Group drohen 700 Entlassungen nach VW-Vertragsbruch
Prevent Group steht vor massiven Stellenstreichungen nach Vertragskündigung durch Volkswagen
Der Autozulieferer Prevent Group, der von der Investorenfamilie Hastor kontrolliert wird, muss nach der Beendigung der Lieferverträge durch Volkswagen mit erheblichen Arbeitsplatzverlusten rechnen. Wie das Unternehmen mitteilte, könnten bis zu 700 Mitarbeiter von Kurzarbeit oder Entlassungen betroffen sein. Der Konflikt hat eine lange Vorgeschichte und ist Teil eines seit Jahren schwelenden Streits zwischen beiden Firmen.
Volkswagen hatte am 22. März die Annahme von Bauteilen der Prevent Group eingestellt – darunter auch Komponenten, die durch langfristige Verträge abgedeckt waren. Diese Entscheidung führte bereits zu 90 Kündigungen beim Prevent-Tochterunternehmen Foamtec am Standort Stendal, wo nun sogar die vollständige Schließung droht.
Prevent Group wirft Volkswagen daraufhin schwere Rechtsverstöße vor und kündigte an, rechtliche Schritte zum Schutz der eigenen Interessen einzuleiten. Von Entlassungen und Arbeitszeitkürzungen betroffen sind vor allem die Standorte Schönheide, Plauen und Stendal.
Die aktuellen Spannungen gehen auf einen gescheiterten Übernahmeversuch der Familie Hastor im Jahr 2016 zurück. Der damalige Konflikt ist nun in eine Vertragskündigung eskaliert, die Hunderten von Arbeitsplätzen bedroht.
Durch die Aufkündigung der Verträge durch Volkswagen geraten 700 Arbeitsplätze an den Prevent-Standorten in Gefahr. Am Standort Stendal könnte die Produktion vollständig eingestellt werden. Prevent Group bereitet nun juristische Schritte vor, um gegen das Vorgehen von Volkswagen vorzugehen.
