Brandenburgs Koalition verliert Rückhalt – AfD legt in Umfragen dramatisch zu
Finn WolfBrandenburgs Koalition verliert Rückhalt – AfD legt in Umfragen dramatisch zu
Brandenburgs SPD-CDU-Koalition kämpft um öffentliche Unterstützung
Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass nur 28 Prozent der Bürger mit der Arbeit der Landesregierung zufrieden sind. Die Erhebung, die zwischen dem 18. und 22. Juni durchgeführt wurde, basiert auf den Antworten von 1.159 wahlberechtigten Einwohnern.
Fast 100 Tage nach Amtsantritt steht die Koalition vor massiver Skepsis: Ganze 62 Prozent der Befragten zweifeln daran, dass sie die Bildungspolitik verbessern kann. Die allgemeine Unzufriedenheit mit der Regierung liegt ebenfalls bei 62 Prozent.
Würde jetzt gewählt, läge die AfD mit 37 Prozent vorn – ihr bestes Ergebnis im Land bisher. Die SPD käme auf 22 Prozent, während die CDU auf 12 Prozent abrutschen würde. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) läge bei nur noch 4 Prozent und würde damit an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern, was seinen Verbleib im Landtag gefährden würde.
Trotz der Schwächephase der Koalition sind 46 Prozent der Bürger mit der Amtsführung von Ministerpräsident Dietmar Woidke zufrieden. Eine Mehrheit von 57 Prozent spricht sich dafür aus, dass er bis 2029 im Amt bleiben soll. Die Umfrage weist eine Fehlerquote von ±2 Prozentpunkten (bei einem Ergebnis von 10 Prozent) bis ±3 Prozentpunkten (bei 50 Prozent) auf.
Die Ergebnisse spiegeln ein geringes Vertrauen in die Politik der Koalition wider. Der Aufstieg der AfD und der Rückgang der CDU zeigen eine Verschiebung der Wählergunst. Während Woidke persönlich Rückhalt genießt, bleibt die Zustimmung zu seiner Regierung schwach.
