14 April 2026, 20:34

Portugal reformiert sein Gefängniswesen mit historischen Schließungen und Neubauten

Langer Flur in einem alten Gefängnis mit Metallzaun oben, Türen auf beiden Seiten, Deckenleuchten und einer Leiter im Hintergrund, die auf eine Gefängniszelle hindeutet.

Portugal reformiert sein Gefängniswesen mit historischen Schließungen und Neubauten

Portugals Gefängniswesen steht vor einem tiefgreifenden Umbau

Justizministerin Rita Alarcão Júdice hat die schrittweise Schließung des Gefängnisses Linó (EPL) bekannt gegeben. Der Trakt E soll 2027 geschlossen werden, der gesamte Prozess wird voraussichtlich bis 2028 abgeschlossen sein. Dadurch entstehen in anderen Haftanstalten 1.142 neue Plätze.

Ursprünglich war die Schließung des EPL für 2023 geplant, doch es gab Verzögerungen. Aktuell sind in dem Gefängnis 1.017 Inhaftierte untergebracht, darunter 409 in Untersuchungshaft. Um den Übergang zu bewältigen, laufen bereits Modernisierungsarbeiten in elf weiteren Haftanstalten.

Im Rahmen der Neuorganisation wird die Justizvollzugsanstalt Tires zu einem reinen Frauengefängnis umgewandelt. Zudem wird das Jugendgefängnis in Leiria wiedereröffnet – diesmal als erziehungsorientierte Strafanstalt. Die Finanzierung dieser Maßnahmen stammt aus dem Fonds zur Modernisierung der Justiz.

Der Gesamtplan liegt zwar bereits vor, muss jedoch noch vom Ministerrat abgesegnet werden. Nach der Bestätigung werden die Änderungen die Unterbringung und Betreuung von Gefangenen im ganzen Land neu gestalten.

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Die Schließung des EPL und der Ausbau anderer Haftanstalten werden mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Bis 2028 sollen 1.142 zusätzliche Plätze entstehen, darunter spezielle Einrichtungen für Frauen und junge Straftäter. Die Regierung strebt eine Modernisierung der Infrastruktur an und will gleichzeitig sicherstellen, dass die Verlegung der Gefangenen reibungslos und sicher verläuft.

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