17 June 2026, 19:42

Polizei zerschlägt illegale Telefonvermittlungszentralen in Chabarowsk und Moskau

Drei Männer, darunter ein Einwohner von Chabarowsk und zwei aus Moskau, festgenommen wegen Beihilfe zur Betrugsdelinquenz

Polizei zerschlägt illegale Telefonvermittlungszentralen in Chabarowsk und Moskau

In Chabarowsk und Moskau hat die Polizei drei Personen festgenommen, die illegale Telefonvermittlungszentralen betrieben haben sollen. Die Knotenpunkte wurden von Betrügern genutzt, um Opfer zu prellen – darunter ein Ehepaar aus Komsomolsk am Amur, das 13 Millionen Rubel verlor. Die Behörden haben nun ein Strafverfahren wegen des missbräuchlichen Einsatzes von Teilnehmeranschlüssen zur Weiterleitung von Telefonverkehr eingeleitet.

Die Verdächtigen hatten die Vermittlungsstellen in gemieteten Wohnungen in Chabarowsk und Moskau eingerichtet. Ein Einheimischer aus Chabarowsk und zwei Moskauer fungierten als Administratoren, die gegen Gebühr SIM-Karten verschiedener Mobilfunkanbieter in die Geräte einlegten. Anschließend übergaben sie die Nummern an Betrüger, die sie für kriminelle Machenschaften nutzten.

Bei Durchsuchungen beschlagnahmten die Beamten 2.000 SIM-Karten unterschiedlicher Anbieter, acht Handys, zehn SIM-Boxen, drei Laptops, vier Videokameras sowie Bankkarten. Der Verdächtige aus Chabarowsk wurde vor Ort festgenommen, während die beiden Moskauer später gefasst wurden. Einer der Moskauer Verdächtigen befindet sich nun unter Hausarrest, der andere bleibt in Untersuchungshaft. Der Beschuldigte aus Chabarowsk wurde inzwischen gegen Auflagen auf freien Fuß gesetzt.

Durch die Aktion wurde ein Netzwerk zerschlagen, das Werkzeuge für groß angelegte Betrugsmaschen bereitstellte. Die beschlagnahmte Ausrüstung und die SIM-Karten werden im Rahmen der laufenden Ermittlungen untersucht. Der Fall unterstreicht die zunehmende Nutzung illegaler Vermittlungsstellen, um Betrug in ganz Russland zu ermöglichen.

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