Politische Gewalt in Deutschland erreicht 2025 traurigen Rekord mit 85.837 Straftaten
Charlotte RichterPolitische Gewalt in Deutschland erreicht 2025 traurigen Rekord mit 85.837 Straftaten
Deutschland verzeichnete im vergangenen Jahr einen drastischen Anstieg politisch motivierter Straftaten und erreichte mit 85.837 Fällen einen neuen Rekord. Treiber dieser Entwicklung war vor allem ein starker Anstieg linker Gewalt, der 2025 um über 40 Prozent zunahm. Auch andere Kategorien, darunter rechtsextreme Delikte und Spionage, verzeichneten deutliche Steigerungen.
Gewalttaten aus dem linksextremen Spektrum stiegen besonders stark an: 1.087 registrierte Fälle bedeuteten ein Plus von 42,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt nahmen linksextreme Straftaten um mehr als 35 Prozent zu und erreichten 13.490 Vorfälle. Viele davon richteten sich gegen Polizeibeamte – hier gab es einen Anstieg um 4,7 Prozent, wobei fast alle Angriffe auf linksextreme Täter zurückgingen.
Auch rechtsextreme Gewalt nahm um etwa sieben Prozent zu. Fast 20.000 der erfassten Delikte wurden als „fremdenfeindliche Hasskriminalität“ eingestuft, wobei knapp drei Viertel davon rechtsextrem motiviert waren. Antisemitische Straftaten stiegen um fünf Prozent auf insgesamt 6.500 registrierte Vorfälle.
Besonders markant war der Anstieg der Spionagefälle, die von 56 auf 474 explodierten. Gleichzeitig gingen Angriffe auf Amtsträger und gewählte Vertreter um etwa 300 Fälle zurück, sodass die Gesamtzahl bei 5.797 lag. In den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl politisch motivierter Straftaten nahezu verdoppelt.
Die Rekordzahlen spiegeln einen wachsenden Trend politischer Gewalt über das gesamte Spektrum wider. Zwar verzeichneten linksextreme Vorfälle den stärksten Anstieg, doch auch rechtsextreme Delikte und Spionage legten deutlich zu. Die Behörden stehen nun vor der Herausforderung, gleichzeitig mehrere eskalierende Bedrohungen in unterschiedlichen Bereichen einzudämmen.






