Plötzlicher Rücktritt beim Milliarden-Fonds der Anglikanischen Kirche
Julian HartmannPlötzlicher Rücktritt beim Milliarden-Fonds der Anglikanischen Kirche
Die Kirchenkommissare für England haben einen Führungswechsel bei ihrem 11-Milliarden-Pfund-Investmentfonds bekannt gegeben. John Worth, der vor weniger als einem Jahr zum Geschäftsführer ernannt worden war, ist ohne Angabe von Gründen zurückgetreten. Der Fonds spielt eine zentrale Rolle bei der Finanzierung der Anglikanischen Kirche und deckt etwa ein Fünftel ihrer laufenden Kosten ab.
Worth war Ende 2023 zu den Kirchenkommissaren gewechselt, nachdem er eine Karriere in der Finanzbranche durchlaufen hatte. Zuvor hatte er Führungspositionen bei Hiscox und Prudential inne sowie bei den Wirtschaftsprüfungsgesellschaften EY und PwC. Sein Abgang erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der Fonds weiterhin 1,2 Milliarden Pfund zwischen 2023 und 2025 verteilt.
Rosie Slater-Carr hat nun kommissarisch die Geschäftsführung übernommen. Die Kirchenkommissare haben keine Gründe für Worths Ausscheiden genannt. Der Fonds bleibt einer der größten Großbritanniens und verwaltet Vermögenswerte, die landesweit Gemeinden, Geistliche und Kirchenprojekte unterstützen.
Worths Amtszeit war mit weniger als zwölf Monaten ungewöhnlich kurz. Slater-Carr wird die Geschäfte vorübergehend leiten, während nach einer dauerhaften Nachfolge gesucht wird. Die Arbeit der Kirchenkommissare bei der Finanzierung kirchlicher Aktivitäten läuft vorerst unverändert weiter.






