Philippinen verschärfen Kasino-Kontrollen für Regierungsbeamte mit neuer Datenbank-Lösung
Sebastian VoigtPhilippinen verschärfen Kasino-Kontrollen für Regierungsbeamte mit neuer Datenbank-Lösung
Die philippinische Regierung hat die Kontrollen für Beamte verschärft, die Kasinos betreten. Eine neue Vereinbarung zwischen dem Justizministerium (Department of Justice, DOJ) und der Philippinischen Unterhaltungs- und Glücksspielbehörde (Philippine Amusement and Gaming Corporation, PAGCOR) zielt darauf ab, bestehende Beschränkungen strenger durchzusetzen. Der Schritt erfolgt im Rahmen von Bemühungen der Behörden, unbefugten Zugang von Regierungsmitarbeitern zu Spielstätten zu verhindern.
Am 30. März unterzeichneten das DOJ und PAGCOR ein Memorandum of Understanding, um die Einhaltung der Glücksspielgesetze zu stärken. Im Rahmen der Vereinbarung wird das Justizministerium sein vollständiges Personalverzeichnis – das rund 60.000 Mitarbeiter umfasst – mit der Nationalen Datenbank für gesperrte Personen (National Database of Restricted Persons, NDRP) von PAGCOR teilen. Dazu gehören Namen, Berufsbezeichnungen und Fotos für Gesichtserkennungssysteme.
Das DOJ ist die erste Regierungsbehörde, die eine vollständige Liste ihrer Mitarbeiter für die NDRP übermittelt. Derzeit sind in der Datenbank nur etwa 600.000 Namen registriert, obwohl es landesweit schätzungsweise 4,5 Millionen Regierungsangestellte und -beamte gibt.
Durch die verschärften Kontrollen wurden bereits Gewinnausschüttungen in Höhe von über 310 Millionen Philippinische Peso (PHP) annulliert, nachdem nicht berechtigte Spieler identifiziert worden waren. Justizminister Fredderick A. Vida betonte die Notwendigkeit einer strikten Durchsetzung und institutionellen Verantwortung. Verstöße können mit Entlassung, strafrechtlicher Verfolgung oder disziplinarischen Maßnahmen geahndet werden.
Die Vereinbarung erweitert die Reichweite der NDRP und erschwert gesperrten Personen den Zugang zu Kasinos. Mit den nun einbezogenen DOJ-Daten kann PAGCOR die Einhaltung der Vorschriften besser überwachen. Die Behörden werden weiterhin Konsequenzen für Gesetzesverstöße durchsetzen.






