Orbán gibt Parlamentsmandat auf – bleibt aber Fidesz-Chef
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán wird sein Parlamentmandat niederlegen, bleibt jedoch an der Spitze der Fidesz-Partei. Die Entscheidung folgt einem Vorschlag des Parteivorstands, ihn auch in den kommenden Jahren als Vorsitzenden zu behalten.
Orbán führt Fidesz seit fast vier Jahrzehnten an und prägt die Ausrichtung der Partei seit den späten 1980er-Jahren. Sein jüngster Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Partei interne Umstrukturierungen vorbereitet, darunter die Neuaufstellung ihrer Fraktion im Parlament. Gergely Gulyás, ein hochrangiges Parteimitglied, wird künftig die Fraktionsführung übernehmen.
Für nächste Woche ist eine landesweite Parteiversammlung angesetzt, während der ordentliche Parteitag zur Wahl einer neuen Führung erst auf Juni verschoben wurde. Dort soll dann offiziell über Orbáns Verbleib als Parteichef entschieden werden. Die Verzögerung gibt den Mitgliedern mehr Zeit, um den Übergang und die künftige Strategie zu beraten.
Mit der Umbesetzung konzentriert sich Orbán künftig auf die Parteiführung statt auf die tägliche Parlamentsarbeit. Während Gulyás die Fraktion übernimmt, passt Fidesz ihre Strukturen an, behält ihren langjährigen Vorsitzenden jedoch in einer zentralen Rolle. Der Parteitag im Juni wird die nächsten Schritte der Partei endgültig festlegen.






