Nordcarolina steckt seit 273 Tagen im Haushaltsstreit fest – was blockiert die Einigung?
Julian HartmannNordcarolina steckt seit 273 Tagen im Haushaltsstreit fest – was blockiert die Einigung?
Nordcarolinas Staatshaushalt bleibt nach 273 Tagen ohne Einigung blockiert
Die Abgeordneten debattieren derzeit über zentrale Themen wie Steuersenkungen, Katastrophenhilfe und die Finanzierung von Medicaid. Der Sprecher des Repräsentantenhauses, Tim Moore, führender Republikaner des Bundesstaates, hat seine Prioritäten umrissen, während die Verhandlungen zwischen den beiden Kammern weitergehen.
Zwischen Repräsentantenhaus und Senat gibt es Uneinigkeit darüber, wie die staatliche Einkommensteuer gesenkt werden soll. Das Repräsentantenhaus bevorzugt die Beibehaltung der aktuellen Formel, die die Kürzungen an Einnahmen, Inflation und Bevölkerungswachstum knüpft. Der Senat hingegen strebt eine schnellere Reduzierung an: Der Steuersatz soll bis 2026/27 auf 3,45 Prozent und bis 2031 schließlich auf 1,99 Prozent sinken.
Moores Hauptziele im Haushalt umfassen die Begrenzung steigender Grundsteuern, die Bekämpfung von Missbrauch und Betrug im Medicaid-System sowie die Stärkung der öffentlichen Sicherheit. Zudem unterstützt er zusätzliche Mittel für die Aufräumarbeiten nach Hurrikan Helene – ein Bereich, in dem beide Kammern Übereinstimmung zeigen. Gouverneur Josh Stein hat ein Haushaltsvolumen von 1,4 Milliarden Dollar gefordert, um dringende Bedarfe zu decken, darunter 319 Millionen Dollar für die vollständige Medicaid-Finanzierung und 792 Millionen Dollar für die Bewältigung der Helene-Folgen.
Moore, der seit 2015 als Sprecher das Repräsentantenhaus führt, steht vor der Herausforderung, fiskalische Verantwortung mit wachsenden Forderungen nach Katastrophenhilfe und Gesundheitsausgaben in Einklang zu bringen.
Die Haushaltsblockade dauert nun bereits im zehnten Monat an, wobei die Steuerpolitik und die Ausgaben für den Wiederaufbau zu den größten Streitpunkten zählen. Beide Seiten müssen nun einen Kompromiss finden, wie essenzielle Dienstleistungen finanziert und gleichzeitig Steuern gesenkt werden können. Die endgültige Entscheidung wird die finanziellen Prioritäten Nordcarolinas für die kommenden Jahre prägen.






