Niedersachsens Wirtschaft 2024: Zwischen Wachstum und krassem Abschwung
Sebastian VoigtNiedersachsens Wirtschaft 2024: Zwischen Wachstum und krassem Abschwung
Niedersachsens Wirtschaft durchlebte 2024 ein schwieriges Jahr: Die Gesamteinnahmen sanken um 1,8 %. Während einige Branchen florierten, kämpften andere mit Rückgängen – ein gemischtes Fazit für die wirtschaftliche Entwicklung der Region.
Der Gesamtumsatz der umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen belief sich auf rund 746 Milliarden Euro, doch hinter dieser Zahl verbargen sich deutliche Unterschiede zwischen den Sektoren. Die größten Verluste verzeichnete der Energiesektor, wo die Erlöse um 17 Prozent einbrachen. Auch die Metallherstellung und -verarbeitung erlitt starke Rückgänge und verschärfte den Abschwung. Die Industrie insgesamt schrumpfte um 5,5 Prozent, wobei der Maschinenbau besonders hart getroffen wurde.
Positiv entwickelte sich hingegen der Finanz- und Versicherungsbereich, der ein kräftiges Wachstum verzeichnete. Auch wissenschaftliche, technische und unternehmensnahe Dienstleistungen expandierten und milderten die Verluste etwas ab. Doch diese Zuwächse reichten nicht aus, um die Einbußen in Produktion und Handel auszugleichen.
Trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen stieg die Zahl der Unternehmen in Niedersachsen leicht an. Ein Plus von 0,6 Prozent brachte die Gesamtzahl auf 276.260 Betriebe, die Ende 2024 in der Region aktiv waren.
Die Zahlen für 2024 zeigen eine gespaltene Wirtschaft in Niedersachsen: Während Dienstleistungsbranchen wie Finanzen und technische Services gut abschnitten, belasteten starke Rückgänge in der Industrie und im Energiesektor die Gesamtentwicklung. Der leichte Anstieg der Unternehmenszahlen deutet zwar auf eine gewisse Resilienz hin, doch der übergeordnete Wirtschaftstrend bleibt negativ.






