New Yorker Schulbehörde versagt beim Schutz von Schülerdaten massiv
Charlotte RichterNew Yorker Schulbehörde versagt beim Schutz von Schülerdaten massiv
New Yorker Schulbehörde in der Kritik wegen mangelnden Datenschutzes
Das öffentliche Schulsystem von New York steht wegen des Umgangs mit Schülerdaten massiv in der Kritik. Eine aktuelle Prüfung deckte auf, dass Sicherheitsverstöße wiederholt zu spät gemeldet, Schultechnologien unzureichend überwacht und Mitarbeiter nur ungenügend in Datenschutzfragen geschult werden. Betroffen sind fast 900.000 Schüler an rund 1.600 Schulen.
Zwischen Januar 2023 und Februar 2025 registrierte die Behörde 141 Datenschutzvorfälle. Fast die Hälfte davon wurde verspätet gemeldet – teilweise mit Verzögerungen von über einem Jahr. Eltern wurden oft nicht informiert, wenn die Daten ihrer Kinder kompromittiert wurden.
Zudem gibt es erhebliche Defizite bei der Kontrolle der in Schulen genutzten Software und Anwendungen. Eine zentrale Übersicht fehlt, was die Identifizierung möglicher Sicherheitslücken erschwert. Phishing-E-Mails stellen ein zusätzliches Risiko dar, da KI-generierte Betrugsversuche immer schwerer zu erkennen sind.
Auch bei der Schulung von Mitarbeitern hapert es: 2024 absolvierte ein Viertel der Beschäftigten die verpflichtenden Datenschutzkurse nicht. Die Sicherheits- und Datenschutzrichtlinien der Schulen bleiben vage, wichtige Dokumente sind auf der Website der Behörde nicht auffindbar.
Nach der Prüfung stimmte die Schulverwaltung den meisten Empfehlungen des Rechnungsprüfungsamts (Comptroller) zu. Dazu gehören die Erstellung eines vollständigen Verzeichnisses aller Schülerdatensysteme sowie die Ausarbeitung einer verbindlichen Datenklassifizierungsrichtlinie. In einem Jahr soll der Umsetzungsstand erneut geprüft werden.
Die Schulbehörde gerät nun unter Druck, ihre Datenschutzmaßnahmen deutlich zu verbessern. Gefordert werden schnellere Meldungen von Verstößen, klarere Richtlinien und strengere Schulungen für Mitarbeiter. Ob die Maßnahmen bis zum nächsten Jahr umgesetzt werden, wird das Rechnungsprüfungsamt überprüfen.






