Neuseelands Einzelhandel bricht ein: Traditionelle Marken und Start-ups kämpfen ums Überleben

Admin User
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Ein Supermarktinneres mit verschiedenen Lebensmitteln auf den Regalen.

Neuseelands Einzelhandel bricht ein: Traditionelle Marken und Start-ups kämpfen ums Überleben

In den letzten Monaten haben mehrere bekannte neuseeländische Unternehmen dichtgemacht oder sind in die Insolvenz gerutscht. Steigende Kosten, schwache Verbraucherausgaben und veränderte Marktbedingungen haben sowohl etablierte Einzelhändler als auch jüngere Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten gestürzt. Von der aktuellen Welle der Schließungen sind bekannte Marken aus der Innenstadt, Discount-Plattformen und Gastronomiebetriebe betroffen.

Die Probleme begannen Anfang 2025, als The Body Shop im April in die Liquidation ging. Alle 12 Filialen des Unternehmens in Neuseeland schlossen ihre Türen, wodurch 70 Mitarbeiter ihre Jobs verloren. Der Zusammenbruch des Schönheitsartikelhändlers markierte den Beginn eines schwierigen Jahres für die Branche.

Im Juli schloss Smith & Caughey, eine Institution in der Queen Street, die fast 150 Jahre lang bestand, für immer. Das Kaufhaus war seit 1880 eine feste Größe in Auckland, konnte den Betrieb angesichts des wachsenden finanziellen Drucks jedoch nicht länger aufrechterhalten. Im August folgten zwei weitere prominente Fälle: Kitchen Things, ein Einzelhändler für hochwertige Küchengeräte seit 1986, meldete Insolvenz an. Das Unternehmen machte schwache Nachfrage und harte Konkurrenz für seinen Niedergang verantwortlich. Zur gleichen Zeit kündigte die Wellingtoner Brauerei Fortune Favours an, ihre Bar bis Monatsende zu schließen – als Hauptgrund nannte sie die Lebenshaltungskrise. Noch im selben Monat stellte sich Smiths City, ein weiterer langjähriger Einzelhändler, unter freiwillige Verwaltung. Die Kette, die einst neun Filialen landesweit betrieb, kämpfte mit rückläufigen Umsätzen und hohen Fixkosten. Auch die 2010 gegründete Discount-Plattform GrabOne stand vor dem finanziellen Aus. Nach dem Verkauf an Global Marketplace New Zealand im Jahr 2021 für 17,5 Millionen Neo-Dollar ging das Unternehmen im Oktober 2025 in die Liquidation – mit Schulden von über 16,5 Millionen. Ende November stellte NZSale die Annahme von Bestellungen neuseeländischer Kunden ein. Der Online-Händler bestätigte, dass auch die australischen Aktivitäten Anfang 2026 eingestellt werden, was das Ende eines weiteren E-Commerce-Unternehmens bedeutet.

Die Schließungen spiegeln die größeren wirtschaftlichen Herausforderungen wider – von sinkenden Verbraucherausgaben bis hin zu steigenden Betriebskosten. Hunderte Arbeitsplätze gingen verloren, und mehrere einst beliebte Marken verschwanden vom Markt. Die Entwicklung unterstreicht die wachsenden Schwierigkeiten für Einzelhändler und Dienstleister im aktuellen finanziellen Umfeld Neuseelands.

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