MP Materials baut Marktmacht aus – dank seltener Erden und US-Strategie gegen China

MP Materials baut Marktmacht aus – dank seltener Erden und US-Strategie gegen China
MP Materials, ein führender Akteur im Abbau seltener Erden, gewinnt an Boden, während sich globale Lieferketten von China abwenden. Durch seine strategische Positionierung und jüngste Investitionen hat das Unternehmen seinen Marktanteil ausgebaut – und das bei verbesserten Umsatzaussichten angesichts geopolitischer Spannungen. Das 2017 gegründete und in Las Vegas, Nevada, ansässige Unternehmen ist heute der einzige großindustrielle Produzent seltener Erden in der westlichen Hemisphäre.
Das Unternehmen betreibt die Mountain-Pass-Mine in Kalifornien, die einzige große Abbau- und Verarbeitungsstätte für seltene Erden außerhalb Asiens. Seine Produkte, darunter Neodym-Praseodym-Oxid (NdPr), sind essenziell für Hochleistungsmagnete, die in Elektrofahrzeugen, Windkraftanlagen und Rüstungsgütern zum Einsatz kommen. Im dritten Quartal 2025 produzierte MP Materials mit 721 metrischen Tonnen NdPr-Oxid einen Rekordwert – ein Plus von 21 Prozent gegenüber dem Vorquartal und 51 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Der Umsatz im dritten Quartal 2025 belief sich auf 53,6 Millionen US-Dollar, ein Rückgang von 15 Prozent im Jahresvergleich, lag aber dennoch über den Erwartungen der Analysten. Die Aktie des Unternehmens hat sich im vergangenen Jahr um 250 Prozent erholt, getrieben von der steigenden Nachfrage nach seltenen Erden und unterstützenden US-Politikmaßnahmen. Wall-Street-Analysten stufen die Aktie mit "Stark Kaufen" ein und sehen ein durchschnittliches Kursziel von 80,07 US-Dollar – was ein Aufwärtspotenzial von 50 Prozent bedeutet.
Um die Lieferkette zu stärken, baut MP Materials seine nachgelagerte Produktion am Standort Fort Worth, Texas, aus. Die neuen Kapazitäten ermöglichen die Herstellung von Metallen, Legierungen und Magneten und verringern so die Abhängigkeit von ausländischer Verarbeitung. Zudem rechnet das Unternehmen damit, bis zum vierten Quartal 2025 wieder die Profitabilität zu erreichen – gestützt durch eine Preisschutzvereinbarung mit dem US-Verteidigungsministerium.
Großinvestoren wie BlackRock, Vanguard und JPMorgan haben seit 2020 bedeutende Anteile erworben und setzen auf langfristiges Wachstum. Auch das US-Verteidigungsministerium unterstützt das Unternehmen, um die Abhängigkeit von chinesischen Lieferungen seltener Erden zu verringern. Bis 2025 könnte das Ministerium über seine Förderprogramme rund 10 Prozent an MP Materials halten.
MP Materials erweitert seine Produktionskapazitäten und profitiert dabei von der politischen Unterstützung der USA sowie der Neuausrichtung globaler Lieferketten. Mit einer Aktie, die sich nahe der Mitte ihrer 52-Wochen-Spanne bewegt, bleibt das Unternehmen auf Profitabilität und nachgelagertes Wachstum fokussiert. Die kommenden Quartale werden zeigen, ob es gelingt, die steigende Nachfrage und geopolitischen Vorteile erfolgreich zu nutzen.



