Monatelange Vollsperrung: Bahnverkehr im Süden Frankfurts steht still
Sebastian VoigtMonatelange Vollsperrung: Bahnverkehr im Süden Frankfurts steht still
Wichtige Bahnstrecke im Süden Frankfurts für über einen Monat gesperrt
Ab dem 4. April 2023 wird eine zentrale Bahnstrecke im Süden Frankfurts für mehr als einen Monat stillgelegt. Die Sperrung, die bis zum 15. Mai andauert, wird sowohl den Regional- als auch den Fernverkehr beeinträchtigen, während Bauteams dringende Modernisierungsarbeiten durchführen.
Betroffen ist der Abschnitt zwischen den Bahnhöfen Forsthaus und Südbahnhof. In dieser Zeit werden Teile des Bahndamms abgetragen, neue Pfähle gerammt und mit Schwerlastkränen provisorische Konstruktionen errichtet. Zwei Behelfsbrücken ersetzen die bestehende Eisenbahnbrücke über die Mörfelder Landstraße und tragen den Zugverkehr bis voraussichtlich Ende 2027.
Zudem beginnen die Vorbereitungen für die Widerlager einer neuen Eisenbahnbrücke, obwohl einige Verbindungen weiter betrieben werden. Auch die höhenfreie Kreuzung bei Forsthaus wird saniert – hier kommen zusätzliche Pfähle und temporäre Stützstrukturen zum Einsatz.
Für Fahrgäste ergeben sich erhebliche Änderungen: Die RB58 verkehrt tagsüber über Frankfurt-Louisa umgeleitet, während die Nachtverbindungen zwischen Hanau Hauptbahnhof und Rüsselsheim Opelwerk komplett entfallen. Auf der RE59, die Frankfurt-Ost mit dem Fernbahnhof Frankfurt Flughafen verbindet, fallen sämtliche Züge aus. Zudem kommt es bei einigen Früh- und Spätverbindungen im Fernverkehr zu Ausfällen oder dem Auslassen von Halten.
Die sechswöchige Vollsperrung dient der Modernisierung der kritischen Infrastruktur auf dieser stark frequentierten Strecke. Behelfsbrücken sollen einen eingeschränkten Betrieb aufrechterhalten, doch Reisende müssen mit Verspätungen und Umleitungen rechnen, bis die Arbeiten abgeschlossen sind. Die Deutsche Bahn hat bisher keine Angaben zu zusätzlichem Personal für das Projekt gemacht.






