Mit 19: Deutschlands jüngster Zugbegleiter lebt in ICE-Zügen wie ein Nomade
Sebastian VoigtMit 19: Deutschlands jüngster Zugbegleiter lebt in ICE-Zügen wie ein Nomade
Lasse Stolley ist mit nur 19 Jahren Deutschlands jüngster hauptberuflicher Zugbegleiter geworden. Seine Arbeitszeit verbringt er auf den Schienen – und auch seine Freizeit. Mit einem Rucksack als Zuhause lebt er seinen Traum. Seine Leidenschaft für Züge hat seine Karriere und seinen Lebensstil auf ungewöhnliche Weise geprägt.
Sein Weg begann mit gelegentlichen Einsätzen bei TRI Train Rental, bevor er seine heutige Festanstellung antrat. Mittlerweile arbeitet er 40 Stunden pro Woche und verdient knapp 3.400 Euro brutto im Monat. Während seiner Ausbildung lernte er zentrale Aufgaben wie Bremsprüfungen, das Kuppeln von Waggons und die Abfertigung von Zügen.
Privat besitzt Stolley eine BahnCard 100, mit der er bis zu 1.000 Kilometer am Tag durch ganz Deutschland reist. Oft übernachtet er nachts in der ersten Klasse von ICE-Zügen und erkundet tagsüber Städte. Seine Reisen führten ihn bereits bis nach Transnistrien und Istanbul.
Durch seine wachsende Bekanntheit wird er von Fahrgästen häufig erkannt und um Fotos gebeten. Trotz des Rummels um seine Person lebt er seit über drei Jahren in den Zügen der Deutschen Bahn – ein Nomadendasein auf Schienen. Mit 19 hat Stolley seine Begeisterung für Züge zum Beruf und zu einer einzigartigen Lebensweise gemacht. Seine Hingabe an die Bahn bedeutet, dass er fast seine gesamte Zeit in oder um Züge verbringt. Der junge Zugbegleiter verbindet weiterhin Arbeit, Ausbildung und Abenteuer quer durchs Land.






