"Metro Surge" in Minnesota: Menschenrechtskrise nach massenhaften Festnahmen und wirtschaftlichen Schäden
Finn Wolf"Metro Surge" in Minnesota: Menschenrechtskrise nach massenhaften Festnahmen und wirtschaftlichen Schäden
Eine internationale Menschenrechtsorganisation hat einen kritischen Bericht über die Operation Metro Surge in Minnesota veröffentlicht. Die zwischen Dezember 2025 und April durchgeführte Aktion führte zu massenhaften Festnahmen und schweren wirtschaftlichen Beeinträchtigungen. Human Rights Watch fordert nun Untersuchungen zum Vorgehen von Bundesbeamten.
Das US-Heimatschutzministerium hatte zunächst von über 11.000 Festnahmen während der Operation gesprochen. Tatsächlich lag die Zahl in Minnesota jedoch bei etwa 4.000. Von den Ingewahrsamgenommenen hatten 77,1 Prozent keine Vorstrafen.
Die Aktion richtete erheblichen Schaden in den lokalen Gemeinschaften an. Dutzende Unternehmen mussten schließen, was zu Lohnausfällen in Höhe von fast 700 Millionen Dollar führte. Tausende Einwohner der Metropolregion wurden im Zuge der Operation festgenommen.
Laut Bericht endeten fast 90 Prozent der abgeschlossenen Fälle mit einer Freilassung. Human Rights Watch drängt den Kongress, Anhörungen zum Verhalten der Beamten abzuhalten. Zudem fordert die Organisation Gesetze, die Bundesbeamten den Zugang zu bestimmten Gebieten beschränken und Racial Profiling verbieten.
Lokale Verantwortungsträger werden aufgefordert, die Unterstützung für die Betroffenen der Operation zu verstärken. Die Menschenrechtsorganisation verlangt von der Bundesregierung Rechenschaft für das, was sie als Menschenrechtskrise bezeichnet. Die Erkenntnisse werfen ernsthafte Fragen zur Rechtmäßigkeit und zu den Folgen des Großeinsatzes auf.






