Malu Dreyer: "Wahlkampf von der Seitenlinie ist nervenaufreibender als selbst zu kämpfen"
Sebastian VoigtDreyer fühlt mehr Spannung als in ihren eigenen Wahlkämpfen - Malu Dreyer: "Wahlkampf von der Seitenlinie ist nervenaufreibender als selbst zu kämpfen"
Die ehemalige rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat eingeräumt, dass es ihr nervenaufreibender ist, den SPD-Wahlkampf in ihrem Bundesland von der Seitenlinie aus zu verfolgen, als es jemals war, selbst als sie noch aktiv im Rennen war. Die langjährige Politikerin, die im Sommer 2024 zurücktrat, bleibt den Geschicken ihrer Partei eng verbunden, während die Wahl näher rückt. Ihr Nachfolger, Alexander Schweitzer, führt die Ampelkoalition in Mainz an und scheint gegen die Opposition Boden gutzumachen.
Dreyer hatte Schweitzer im vergangenen Sommer nach Jahren an der Spitze das Amt des Ministerpräsidenten übergeben. Obwohl sie nicht mehr selbst regiert, verfolgt sie den SPD-Wahlkampf mit großem Interesse. In jüngsten Äußerungen lobte sie die Kampagne als zielstrebig und gut organisiert – besonders Schweitzers Führung sehe sie als treibende Kraft.
Trotz ihres Vertrauens in die Erfolgsaussichten der Partei gestand Dreyer, dass es weitaus spannender sei, den Wahlkampf von außen zu beobachten, als selbst aktiv mitzumischen. Die Anspannung sei geringer gewesen, wenn sie bis zum letzten Tag selbst im Einsatz war, verglichen mit der Nervosität, anderen beim Übernehmen der Verantwortung zuzusehen.
Aktuelle Umfragen deuten darauf hin, dass Schweitzer einen Vorsprung vor seinem CDU-Herausforderer Gordon Schnieder hat. Dreyer selbst zeigt sich optimistisch, was die Siegchancen der SPD angeht, und äußert die Überzeugung, dass die Partei den Wahlsieg davon tragen könne. Ihre Zuversicht passt zu Schweitzers wachsender Beliebtheit, auch wenn das offizielle Ergebnis erst nach der Wahl feststehen wird.
Der SPD-Wahlkampf in Rheinland-Pfalz läuft unter Schweitzers Führung weiter, während Dreyer ihm öffentlich stark den Rücken stärkt. Ihre Aussagen unterstreichen sowohl den Druck, der mit Führungsverantwortung einhergeht, als auch die Unsicherheit, die das Warten an der Seitenlinie mit sich bringt. Die Wahl wird zeigen, ob sich das Selbstvertrauen der Partei in eine weitere Regierungsperiode übersetzen lässt.






