Rotorua fordert schärfere Hundegesetze nach schweren Bissvorfällen
Julian HartmannRotorua fordert schärfere Hundegesetze nach schweren Bissvorfällen
Der Stadtrat von Rotorua Lakes hat eine landesweite Überprüfung der neuseeländischen Hundegesetze gefordert. Der Vorstoß erfolgt nach einer Reihe schwerer Hundebisse in Rotorua und anderen Gemeinden. Bürgermeisterin Tania Tapsell nannte diese Vorfälle als zentralen Grund für die Vorlage des Antrags.
Der Rat stimmte einstimmig für einen Antrag an Local Government New Zealand (LGNZ), in dem eine "fokussierte Überprüfung" des Dog Control Act von 1996 beantragt wird. Sollte der Antrag angenommen werden, würde er die Zentralregierung auffordern, die aktuelle Gesetzgebung zu aktualisieren. Die Vorschläge umfassen strengere Maßnahmen wie eine verpflichtende Chip-Kennzeichnung, erweiterte Beschlagnahmungsbefugnisse und verbesserte Sicherheitsvorkehrungen für als gefährlich eingestufte Hunde. Zudem werden kürzere Verwahrungsfristen und aktualisierte Strafen vorgeschlagen, um die Durchsetzung zu verschärfen.
Damit der Antrag weiterverfolgt wird, muss er zunächst die Unterstützung von mindestens fünf weiteren Kommunalverwaltungen erhalten. Anschließend durchläuft er das Prüfverfahren der LGNZ, bevor er auf der Jahreshauptversammlung der Organisation am 29. Juli beraten wird. Der Rat argumentierte, dass die Hundehaltung ein landesweites Problem darstelle und nicht allein auf lokaler Ebene wirksam geregelt werden könne.
Der Erfolg des Vorhabens hängt nun davon ab, ob andere Kommunen ihre Unterstützung zusagen. Bei einer Zustimmung könnte dies zu erheblichen Änderungen in der Regelung von Hundehaltung und Sicherheit in Neuseeland führen. Die endgültige Entscheidung fällt auf dem LGNZ-Treffen Ende dieses Monats.






