Leipziger Apotheker geht in Berufung: Betrug mit Rezepten und Abrechnungen

Leipziger Apotheker geht in Berufung: Betrug mit Rezepten und Abrechnungen
Ein Leipziger Apotheker hat Berufung gegen seine Verurteilung wegen Rezept- und Abrechnungsbetrugs am Landgericht der Stadt eingereicht. Der Prozess, der im April 2025 begann, dreht sich um den Vorwurf, er habe Medikamente illegal abgegeben und falsche Abrechnungen bei Krankenkassen eingereicht. Ursprünglich wurde der Apotheker zu einer Bewährungsstrafe, einer Geldstrafe sowie einer Vermögensabschöpfung in Höhe von insgesamt rund 640.000 Euro verurteilt.
Sowohl der Apotheker als auch ein Facharzt waren in demselben Verfahren schuldig gesprochen worden. Die Anklage umfasste 56 Betrugsdelikte, wobei 44 Straftaten in zwei zusammenfassenden Fällen gebündelt wurden. Den Ermittlungen zufolge hatte der Apotheker dem Arzt Medikamente bereitgestellt, der im Gegenzug rückwirkende Rezepte ausstellte, um die Kosten bei den Krankenkassen abzurechnen.
Im Berufungsverfahren wird nun entschieden, ob das ursprüngliche Urteil Bestand hat. Sollte es bestätigt werden, muss der Apotheker eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten sowie die finanziellen Sanktionen verbüßen. Der Fall unterstreicht die anhaltende Überprüfung von Rezeptbetrug innerhalb des deutschen Gesundheitssystems.



