Kritik an Prinz Edward: Wie ein Pferdestall zum lukrativen Mietobjekt wurde
Charlotte RichterEinkommen aus royalem Besitz löst Empörung aus - Kritik an Prinz Edward: Wie ein Pferdestall zum lukrativen Mietobjekt wurde
Prinz Edward und Sophie, der Herzog und die Herzogin von Edinburgh, stehen wegen eines Immobiliengeschäfts in der Kritik, das einen ehemaligen Pferdestall auf ihrem Anwesen Bagshot Park betrifft. Berichten zufolge erzielten sie durch die Untervermietung des Gebäudes jährliche Einnahmen von bis zu 150.000 Euro – obwohl der ursprüngliche Pachtvertrag nur 5.000 Pfund (etwa 5.750 Euro) pro Jahr vorsah.
Der Herzog hatte das Objekt 1998 für einen Zeitraum von 50 Jahren gepachtet und jährlich 5.000 Pfund gezahlt. Nach Umbaumaßnahmen wurde der Pachtvertrag 2007 über seine Firma, die Eclipse Nominees Ltd., verlängert – diesmal zahlte er pauschal 5 Millionen Pfund für eine Laufzeit von 150 Jahren.
Das etwa 400 Meter von ihrer Hauptresidenz entfernte Gebäude war zuvor als Büroräumlichkeit genutzt worden. Die Mieteinnahmen flossen laut Angaben an das Herzogspaar und nicht an den Steuerzahler. Der letzte Mieter zog im Oktober 2025 aus, woraufhin die Fläche für rund 12.000 Euro monatlich inseriert wurde.
Der Rechnungsprüfungsausschuss des Parlaments untersucht nun die Finanzierung königlicher Residenzen, darunter auch diese Immobilie. Der ehemalige Minister Norman Baker bezeichnete die Vereinbarung als "empörend" und "skandalös". Die Royal-Expertin Margaret Holder forderte das Gremium auf, sämtliche Pachtverträge genau unter die Lupe zu nehmen.
Kritiker weisen darauf hin, dass der Herzog und die Herzogin für das Objekt nur einen Bruchteil des Marktwerts an die Krone gezahlt hätten.
Die Ermittlungen zur Finanzierung der Immobilie dauern an, während weiterhin Fragen zu den Pachtbedingungen und den Mieteinnahmen offenbleiben. Das Ergebnis könnte Auswirkungen darauf haben, wie künftige Immobiliengeschäfte des Königshauses strukturiert und überprüft werden.






