Kretschmann fordert Schlussstrich unter die endlose Antriebs-Debatte der Autoindustrie

Kretschmann: "Endlich Schluss mit dem elenden Streit um Antriebe" - Kretschmann fordert Schlussstrich unter die endlose Antriebs-Debatte der Autoindustrie
Kretschmann: „Beendet endlich die jämmerliche Debatte über Antriebe“
Kretschmann: „Beendet endlich die jämmerliche Debatte über Antriebe“
Kretschmann: „Beendet endlich die jämmerliche Debatte über Antriebe“
- Dezember 2025, 18:40 Uhr
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat eine klarere Ausrichtung für die Automobilbranche gefordert. Angesichts tiefgreifender Umbrüche in der Industrie verlangte er ein Ende der Diskussionen über Antriebstechnologien, um Käufer nicht weiter zu verunsichern. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der die EU ihr für 2035 geplantes Verbrenner-Verbot lockert und nun Kompensationsmöglichkeiten für Treibhausgasemissionen zulässt.
Ursprünglich hatte die EU 2022 beschlossen, ab 2035 keine neuen Pkw mit CO₂-Ausstoß mehr zuzulassen – ein faktisches Ende für Verbrennungsmotoren. Doch die Europäische Kommission hat ihren Kurs inzwischen korrigiert: Statt eines strikten Verbots können Emissionen nun durch andere Maßnahmen ausgeglichen werden.
Ausnahmen gelten etwa für Plug-in-Hybride und Elektrofahrzeuge mit Reichweitenverlängerer. Die Zukunft klassischer Benziner und Diesel bleibt jedoch ungewiss. Kretschmann kritisierte das ursprüngliche Verbot als realitätsfern: Ein Ziel ohne flankierende Maßnahmen sei „nicht klug“.
Die Automobilindustrie ist für Baden-Württemberg von zentraler Bedeutung – besonders im Raum Stuttgart. Bereits 2023 hatte Kretschmann auf die fehlenden Alternativen zu Verbrennern hingewiesen und für eine Lockerung der Euro-7-Abgasnormen plädiert. Ohne Flexibilität im Wandel drohten Arbeitsplätze verloren zu gehen, warnte er.
Um den Übergang zu erleichtern, forderte Kretschmann bessere Infrastruktur und finanzielle Anreize. Günstiger Ladestrom und eine starke Förderung der Elektromobilität gehörten zu seinen Kernforderungen. Trotz aller Herausforderungen betonte er, dass die Elektrifizierung „der richtige Weg“ bleibe.
Die überarbeiteten EU-Regeln erlauben Herstellern nun, Emissionen auszugleichen – eine Entlastung für klassische Antriebe. Kretschmanns Einsatz für mehr Spielraum zielt darauf ab, Jobs zu sichern, ohne die Elektrifizierung aus den Augen zu verlieren. Die Änderungen spiegeln den anhaltenden Konflikt zwischen Klimazielen und industrieller Realität wider.

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