Korruptionsskandal in Kasachstan: Beamte verkauften illegale Aufenthaltsgenehmigungen an Tausende
Charlotte RichterKorruptionsskandal in Kasachstan: Beamte verkauften illegale Aufenthaltsgenehmigungen an Tausende
In Kasachstan ist ein kriminelles Netzwerk zerschlagen worden, das Ausländern illegal Aufenthaltsgenehmigungen verschaffte. Die Behörden deckten ein Bestechungssystem auf, an dem Beamte in Astana beteiligt waren. Es kam zu mehreren Festnahmen und Gerichtsverfahren.
Im Mittelpunkt der Ermittlungen standen Mitarbeiter des Migrationsdienstes sowie einer Niederlassung der staatlichen Körperschaft "Regierung für Bürger". Den Beamten wird vorgeworfen, Schmiergelder angenommen zu haben, um Arbeitserlaubnisse, vorübergehende Meldebescheinigungen und Visaverlängerungen auszustellen.
Über 5.000 Bürger aus zentralasiatischen Ländern profitierten von dem betrügerischen System. Die Ermittler stellten fest, dass Zahlungen geleistet wurden, um Dokumente zu erhalten, die illegale Aufenthalte in Kasachstan ermöglichten.
Der Fall wurde inzwischen an die Gerichte verwiesen. Den Beschuldigten drohen Anklagen nach den Artikeln 366, 367, 368, 394 und 190 des kasachischen Strafgesetzbuchs.
Die Zerschlagung des Netzwerks unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, Korruption im Migrationssystem Kasachstans zu bekämpfen. Die rechtlichen Schritte gegen die Verdächtigen werden über die Strafen für ihre Beteiligung an dem illegalen Aufenthaltsschema entscheiden.






