21 March 2026, 18:35

Kolumbiens Präsident Petro im Visier der DEA: Kartellverbindungen und Korruptionsvorwürfe

Plakat mit der Überschrift 'Verbrecher der mexikanischen Drogenhandelsgewalt' mit Bildern von Personen verschiedenen Alters, Geschlechts und Ethnien, alle mit ernsten Gesichtern nach vorne gewandt, vor einem hellblauen Hintergrund.

Kolumbiens Präsident Petro im Visier der DEA: Kartellverbindungen und Korruptionsvorwürfe

Kolumbiens Präsident Gustavo Petro steht mittlerweile ganz oben auf der Prioritätenliste der US-Drogenbehörde DEA. Die Ermittler prüfen Vorwürfe, wonach er und sein Umfeld Verbindungen zu Drogenhandelsnetzwerken unterhalten. Gleichzeitig untersuchen auch kolumbianische Behörden Mitglieder von Petros Familie wegen möglicher krimineller Machenschaften.

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Im Mittelpunkt der DEA-Ermittlungen stehen mutmaßliche Kontakte Petros zum mexikanischen Sinaloa-Kartell. Staatsanwälte gehen Hinweisen nach, dass Vertreter in seinem Auftrag von inhaftierten Drogenhändlern im Gefängnis La Picota in Bogotá Schutzgelder erpresst haben sollen. Im Gegenzug hätten sie zugesichert, Auslieferungen in die USA zu verhindern.

Bundesstaatsanwälte in New York haben bereits Drogenhändler zu ihren Verbindungen zu Petro befragt. Zudem wird überprüft, ob sein Wahlkampf Gelder von verurteilten Dealern erhalten hat. Petros Sohn Nicolás steht bereits unter Anklage, weil er illegale Wahlkampfspenden von einem bekannten Drogenhändler angenommen haben soll.

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hatte Petro zuvor beschuldigt, Kokain für den US-Markt zu produzieren. Er setzte Petro und seine Familie auf Sanktionenlisten und bezeichnete den kolumbianischen Präsidenten als "Drogenboss". Das US-Justizministerium untersucht seitdem, ob Petro Sicherheitskräfte nutzte, um Kokain und Fentanyl über kolumbianische Häfen in die USA zu schmuggeln.

Auch Petros Bruder Juan Fernando soll an geheimen Gesprächen mit inhaftierten Drogenhändlern beteiligt gewesen sein. Ziel der Absprachen sei es gewesen, die Männer vor einer Auslieferung in die USA zu schützen. Die kolumbianischen Ermittler stehen noch am Anfang ihrer Untersuchungen; bisher wurden keine offiziellen Anklagen erhoben.

Petro weist alle Vorwürfe entschieden zurück. Er betont, seine Regierung setze auf soziale Programme für Koka-Bauern und nicht auf kriminelle Aktivitäten.

Die Ermittlungen gegen Petro und seine Familie laufen noch. US-amerikanische und kolumbianische Behörden sammeln weiterhin Beweise zu den angeblichen Bestechungsgeldern und Kartellverbindungen. Ob es zu Anklagen kommt, hängt von den Ergebnissen der laufenden Untersuchungen ab.

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