KNDS plant Mega-Börsengang 2026 mit 20-Milliarden-Bewertung
Rüstungskonzern KNDS treibt Pläne für großen Börsengang 2026 voran
Der Rüstungskonzern KNDS bereitet sich auf einen großen Börsengang im Jahr 2026 vor und strebt dabei eine Bewertung von 20 Milliarden Euro an. Damit würde sich das Unternehmen als einer der größten Defence-IPOs Europas in den letzten Jahren positionieren. Angesichts solider Umsätze und eines wachsenden Auftragsbestands fällt der Zeitplan mit einer günstigen Marktphase für Börseneinführungen im Verteidigungssektor zusammen.
KNDS verzeichnet derzeit einen Jahresumsatz von 3,8 Milliarden Euro und einen Auftragsbestand von 23,5 Milliarden Euro. Um die weltweit steigende Nachfrage zu bedienen, plant das Unternehmen, seine Produktionskapazitäten auf das Zwei- bis Dreifache des aktuellen Niveaus auszubauen. Auch die jüngste Entscheidung Deutschlands, Rüstungsexportverfahren zu beschleunigen, hat dazu beigetragen, die Lieferzeiten für KNDS-Aufträge zu verkürzen.
Der Börsengang erfolgt zu einer Zeit, in der der Verteidigungssektor bei Investoren zunehmend an Attraktivität gewinnt. Erfolgreiche jüngere Börseneinführungen, etwa von Vincorion und CSG, deuten auf eine starke Nachfrage nach Defence-Aktien hin. Zwar hat das MGCS-Panzerprojekt Verzögerungen erfahren – die Inbetriebnahme wird nun erst für 2045 erwartet –, doch betont KNDS, dass sich der IPO-Zeitplan davon nicht beeinflussen lässt.
Deutsche Rüstungskonzerne haben in den letzten Jahren eine starke Performance gezeigt. Rheinmetall etwa verzeichnete allein 2025 einen Kursanstieg von 149 Prozent. KNDS hofft, diesen Schwung nutzen zu können, auch wenn ein direkter Vergleich mit nicht börsennotierten Wettbewerbern wie MBDA nicht möglich ist.
Mit dem für 2026 geplanten Börsengang und einer angestrebten Bewertung von 20 Milliarden Euro setzt KNDS seinen Wachstumskurs fort – gestützt auf steigende Umsätze, einen wachsenden Auftragsbestand und effizientere Exportverfahren. Bei Erfolg würde der Börsengang zu den größten Debüts im europäischen Verteidigungssektor seit Jahren zählen.






