Klage gegen Texas: Wählerüberprüfung mit fehlerhafter Datenbank angefochten
Sebastian VoigtKlage gegen Texas: Wählerüberprüfung mit fehlerhafter Datenbank angefochten
Eine Allianz aus Wahlrechts- und Bürgerrechtsorganisationen hat Klage gegen den Bundesstaat Texas wegen dessen Überprüfungsverfahren für Wähler eingereicht. Die rechtlichen Schritte richten sich gegen die Nutzung einer bundesweiten Datenbank durch den Staat, mit der registrierte Wähler identifiziert und angefochten werden, die verdächtigt werden, keine US-Staatsbürger zu sein.
Im Mittelpunkt der Klage steht die Abhängigkeit Texans vom SAVE-System, das 2.724 registrierte Wähler als potenzielle Nichtbürger markiert hatte. Kritiker argumentieren, dass die Datenbank veraltete oder unvollständige Einträge enthält und damit das Risiko birgt, dass eingebürgerte Bürger zu Unrecht aus den Wählerverzeichnissen gestrichen werden.
Die Landkreise erhielten kaum Anweisungen zur Überprüfung der Wahlberechtigung, was zu uneinheitlichen Kontrollen führte. Einige Einwohner sahen sich engen Fristen gegenüber, um ihre Staatsbürgerschaft nachzuweisen – andernfalls drohte die Streichung aus den Wählerlisten. Laut der Klageschrift unterließ es der Staat zudem, die eigenen Unterlagen abzugleichen, bevor Wähler markiert wurden.
Das Brennan Center for Justice hatte bereits zuvor Bedenken hinsichtlich der Genauigkeit des SAVE-Systems und möglicher Datenschutzrisiken geäußert. Die Kläger fordern, dass Texas die Nutzung der Datenbank einstellt und alle fälschlicherweise entfernten Wähler wieder in die Listen aufnimmt. Zudem werden strengere Schutzmaßnahmen verlangt, um künftige Fehler zu verhindern.
Falls die Klage erfolgreich ist, könnte Texas gezwungen werden, seine Methoden zur Wählerüberprüfung grundlegend zu reformieren. Das Urteil könnte auch die Wahlrechte derjenigen wiederherstellen, die vom aktuellen Verfahren betroffen sind. Die gerichtlichen Verhandlungen werden zeigen, ob der Staat seine Abhängigkeit vom SAVE-System anpassen muss.






