KI-Boom an der Börse: Sollten Anleger jetzt US-Aktien verkaufen oder halten?

Admin User
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Eine Frau mit Hut lächelt vor einem großen Gebäude mit Fenstern an einem klaren blauen Himmel mit Wolken und leeren Tischen und Stühlen in der Nähe.

KI-Boom an der Börse: Sollten Anleger jetzt US-Aktien verkaufen oder halten?

**Sollten Sie Ihre US-Aktien verkaufen?

Einige warnen, dass ein Einbruch der KI-Branche zu einem Kurssturz bei Technologieaktien führen könnte.

  1. Dezember 2025, 06:30 Uhr

KI-getriebene Aktien haben in den letzten Monaten stark zugelegt – Nvidia verzeichnete ein Plus von 36 Prozent, Rocket Lab sogar einen Anstieg um 150 Prozent. Während einige Anleger die Gewinne mitnehmen wollen, raten Experten davon ab, langfristige Strategien vorschnell zu ändern. Stattdessen empfehlen viele, Portfolios umzuschichten, um das Risiko über die volatilsten Technologiewerte hinaus zu streuen.

Der neuseeländische Leitindex NZX50 hat im vergangenen Jahr weniger als 5 Prozent zugelegt und damit deutlich hinter dem S&P 500 und dem Nasdaq zurückgelegen. Diese Entwicklung lässt manche Anleger darüber nachdenken, ob sie ihre Depots an die veränderten Markttrends anpassen sollten.

Trotz des starken Aufschwungs bei KI-Aktien halten die meisten Investoren an ihren Positionen fest. Dean Anderson berichtet, dass es kaum Anzeichen für einen breiten Verkauf von US-Aktien gebe – viele setzten stattdessen auf die Strategie „Buy the Dip“. Dennoch rät Rupert Carlyon dazu, Positionen zu reduzieren, wenn Aktien ihren fairen Wert erreichen oder ein Portfolio zu stark dominieren.

Federated Hermes, unter der Leitung von Charlotte Daughtrey, setzt nun auf US-amerikanische KI-Unternehmen aus dem Mittelstand und kleine Kapitalgesellschaften, um sich von den sogenannten „Magnificent Seven“ zu diversifizieren. Die Plattform dasinvestment.com schlägt vor, die Exposure bei hochbewerteten KI-Aktien zu verringern und stattdessen in unterbewertete chinesische Technologiewerte und kosteneffiziente Unternehmen umzuschichten. Morningstar hebt hingegen Chancen bei Nvidia, Microsoft, AMD, Salesforce, ServiceNow, Adobe sowie Cybersicherheitsfirmen wie Palo Alto Networks hervor.

ClearBridge Investments, vertreten durch Nick Langley, konzentriert sich auf Infrastrukturprojekte, um den steigenden Energiebedarf der KI-Branche zu decken. Zwar könnten einige Anleger Teile ihrer KI-Bestände verkaufen, um ihr Portfolio auszubalancieren – doch die meisten Experten warnen davor, langfristige Vermögensallokationen allein aufgrund kurzfristiger Marktentwicklungen grundlegend umzukrempeln.

Der KI-Boom an den Börsen birgt sowohl Chancen als auch Risiken. Wer stark in volatile Technologiewerte investiert ist, könnte eine Neugewichtung in Erwägung ziehen – doch von flächendeckenden Umschichtungen ist bisher wenig zu spüren. Der Fokus liegt vorerst auf gezielten Anpassungen, nicht auf radikalen Strategiewechseln.

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