Kasachischer Abgeordnete fordert schärfere Kontrolle ausländischer Finanzierungen für NGOs
Sebastian VoigtKasachischer Abgeordnete fordert schärfere Kontrolle ausländischer Finanzierungen für NGOs
Ein kasachischer Abgeordnete hat Bedenken hinsichtlich der Lücken in der Kontrolle ausländischer Finanzierungen geäußert. Das Mazhilis-Mitglied Scharqynbek Amantajuly reichte eine parlamentarische Anfrage zu diesem Thema ein und wies auf Schwächen in der aktuellen Gesetzgebung hin.
Nach dem geltenden Steuergesetz müssen nur drei Arten von Aktivitäten über ausländische Finanzquellen Bericht erstatten. Den Steuerbehörden fehlt zudem der kontinuierliche Zugriff auf Echtzeit-Bankdaten zu solchen Transaktionen. Diese Einschränkung hat Forderungen nach einer Reform ausgelöst.
Amantajuly schlug vor, einige steuerrechtliche Beschränkungen zu lockern, gleichzeitig aber die Aufsicht über NGOs, die ausländische Gelder erhalten, auszuweiten. Er forderte zudem eine stärkere Zusammenarbeit zwischen den Behörden und bessere Mechanismen für den Informationsaustausch. Zuvor war eine Liste kasachischer Empfänger ausländischer Finanzmittel veröffentlicht worden, die in diesem Jahr 155 Begünstigte mit einem Gesamtvolumen von fast 12 Milliarden Tenge auswies.
Der Abgeordnete warnte davor, dass ausländische Finanzierungen genutzt werden könnten, um Ideen zu fördern, die nicht mit öffentlichen Werten oder nationalen Interessen vereinbar sind. Der Mazhilis hat nun vorgeschlagen, die Vorschriften für ausländische Finanzhilfen an NGOs in Kasachstan zu überarbeiten.
Die Anfrage unterstreicht die Defizite bei der Nachverfolgung und Regulierung ausländischer Finanzströme. Die vorgeschlagenen Änderungen zielen darauf ab, Transparenz und Kontrolle zu verbessern. Die Debatte folgt auf die Veröffentlichung eines Registers, das Empfänger und Beträge ausländischer finanzieller Unterstützung auflistet.






