Kanadas Wirtschaft schrumpft erneut – droht jetzt die Rezession?
Die kanadische Wirtschaft ist im zweiten Quartal in Folge geschrumpft – und nährt damit die Sorge vor einer möglichen Rezession. Der konservative Oppositionsführer Pierre Poilievre reagierte mit der Forderung nach einer dringlichen Parlamentsdebatte zu der Lage.
Laut den jüngsten Zahlen von Statistics Canada ging die Wirtschaftsleistung leicht zurück. Damit verzeichnet das Land bereits das zweite Quartal in Folge einen Rückgang, was die Diskussion befeuert, ob Kanada in eine Rezession rutscht.
Poilievre verlangte eine Notfallsitzung des Parlaments, um die Krise zu thematisieren. Dies biete Premierminister Justin Trudeau die Gelegenheit, seine Strategie für die wirtschaftliche Erholung darzulegen, argumentierte der konservative Politiker. Gleichzeitig kündigte er an, seine Partei werde in der Debatte eigene Lösungsvorschläge vorlegen, um die Abschwächung umzukehren.
Finanzminister François-Philippe Champagne dagegen dämpfte Rezessionsängste. Er verwies auf laufende staatliche Investitionen in Wohnungsbau, Infrastruktur und Innovation als Zeichen für wirtschaftliche Stärke. Einige Ökonomen pflichteten ihm bei: Die Rückgänge seien geringfügig und noch nicht schwerwiegend genug, um von einer vollen Wirtschaftskrise zu sprechen.
Die Forderung nach einer Parlamentsdebatte kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Abgeordneten über Reaktionen auf die aktuellen Wirtschaftsdaten beraten. Angesichts unterschiedlicher Einschätzungen zur Schwere des Abschwungs dürften die Diskussionen vor allem um politische Maßnahmen zur Stabilisierung des Wachstums kreisen. Streitpunkt bleibt dabei insbesondere die geplante Ausgabenpolitik der Regierung.






