Kanada und Türkei starten neue Verhandlungen für ein Freihandelsabkommen
Sebastian VoigtKanada und Türkei starten neue Verhandlungen für ein Freihandelsabkommen
Kanada und die Türkei haben vereinbart, die ersten Gespräche über ein Freihandelsabkommen wieder aufzunehmen. Beide Länder streben danach, ihre Handelsbeziehungen zu stärken und neue wirtschaftliche Chancen zu erschließen. Der Schritt ist Teil einer umfassenderen Initiative Kanadas, seine globalen Handelspartnerschaften auszubauen.
Frühere Versuche, 2010 und 2013 ein Freihandelsabkommen zwischen den beiden Staaten auszuhandeln, scheiterten an fehlenden gemeinsamen Positionen. Diesmal sollen die Verhandlungen auf Sektoren wie saubere Energien, Luft- und Raumfahrt sowie Bergbau konzentriert werden, in denen Kanada großes Kooperationspotenzial sieht. Die Türkei hat zudem Interesse an Kanadas Candu-Kernreaktortechnologie bekundet.
Minister beider Länder werden Möglichkeiten im Bereich erneuerbarer Energien prüfen. Die Wiederaufnahme der Gespräche passt zu Kanadas Ziel, noch vor Jahresende drei große Handelsabkommen abzuschließen – darunter mit dem Mercosur, der ASEAN und Indien. Die Türkei, ein NATO-Verbündeter und strategischer Partner, wird zudem 2026 den NATO-Gipfel sowie die UN-Klimakonferenz ausrichten.
Die Regierung von Premierminister Mark Carney hat im vergangenen Jahr bereits 20 strategische Handels- und Verteidigungsvereinbarungen unterzeichnet. Die jüngste Initiative mit der Türkei unterstreicht die fortlaufenden Bemühungen, die wirtschaftliche und strategische Zusammenarbeit zu vertiefen.
Die Vereinbarung, die Gespräche wiederaufzunehmen, markiert einen Schritt zur vollständigen Ausschöpfung des wirtschaftlichen Potenzials der kanadisch-türkischen Partnerschaft. Beide Länder wollen auf ihren bestehenden Beziehungen aufbauen und die Zusammenarbeit in Schlüsselsektoren ausweiten. Die Verhandlungen werden die Grundlage für künftige Handels- und Investitionsmöglichkeiten legen.






