09 June 2026, 22:38

Kanada plant Sozialmedia-Verbot für Kinder unter 16 – doch Experten warnen vor Risiken

Verbot von Social Media für Kinder erwartet, während die Regierung Carney die Online-Gefährdungsgesetzgebung einbringt

Kanada plant Sozialmedia-Verbot für Kinder unter 16 – doch Experten warnen vor Risiken

Die Regierung unter Premierminister Mark Carney wird am Mittwoch ihren Entwurf für ein Gesetz gegen digitale Schädigungen vorstellen. Das geplante Gesetz zielt darauf ab, Risiken im Zusammenhang mit sozialen Medien und KI-Chatbots einzudämmen. Zu den Maßnahmen gehört auch die ernsthafte Prüfung eines Verbots für Kinder unter 16 Jahren, soziale Medien zu nutzen.

Carney betonte, der Gesetzesentwurf stehe unter dem Zeichen des Schutzes persönlicher Daten und der Privatsphäre. Kulturminister Marc Miller ergänzte, die Sicherheit von Kindern im Internet bleibe oberste Priorität. Ein Verbot sozialer Medien für Minderjährige sei eine Option – aber nicht die einzige Lösung, die geprüft werde.

Der Digitalexperte Michael Geist warnte indes vor möglichen Fallstricken. Er verwies auf Bedenken hinsichtlich Datenschutzrisiken und der praktischen Umsetzung von Altersverifikationssystemen. Trotz dieser Herausforderungen zeigen Umfragen eine breite Unterstützung in der Bevölkerung für Einschränkungen bei der Nutzung sozialer Medien durch unter 16-Jährige.

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Ein pauschales Verbot von KI-Chatbots ist im Gesetz nicht vorgesehen. Stattdessen sollen Schutzmechanismen für deren Nutzung eingeführt werden. Unterdessen treibt die Provinz Manitoba eigene Pläne voran, um als erste kanadische Region den Zugang von unter 16-Jährigen zu sozialen Medien und KI-Chatbots zu sperren. Auch Ontario erwägt ähnliche Beschränkungen und verschärfte Regeln für die Handynutzung von Schülern in Schulen.

Der anstehende Gesetzesentwurf spiegelt die wachsende Sorge um die Online-Risiken für junge Menschen wider. Sollte er verabschiedet werden, könnte er neue Maßstäbe für digitale Sicherheit in ganz Kanada setzen. Provinzen wie Manitoba und Ontario bereiten bereits eigene Maßnahmen vor, um den Zugang von Minderjährigen einzuschränken.

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