14 April 2026, 02:37

Kaliforniens Gouverneurswahl bleibt ohne klaren Favoriten und unberechenbar

Eine Karte von Kalifornien mit in verschiedenen Farben hervorgehobenen Countys und der Beschriftung "Districts of California."

Kaliforniens Gouverneurswahl bleibt ohne klaren Favoriten und unberechenbar

Kaliforniens anstehender Gouverneurswahlkampf bleibt völlig offen – ein klarer Favorit ist nicht in Sicht. Das Rennen zeichnet sich durch ein großes Bewerberfeld unter dem einzigartigen "Dschungel"-Vorwahlsystem des Bundesstaates aus, bei dem alle Kandidaten auf demselben Stimmzettel antreten. Politische Beobachter weisen darauf hin, dass selbst Gouverneur Gavin Newsom nur begrenzten Einfluss auf den Ausgang hat.

Das Vorwahlsystem Kaliforniens sieht vor, dass die beiden stimmenstärksten Kandidaten – unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit – in die Stichwahl im November einziehen. Diese Regelung hat die traditionelle Macht der Parteien geschwächt, da Kalifornien im Gegensatz zu Hochburgen wie Chicago oder New York über keine starken politischen Apparate verfügt. Stattdessen müssen sich die Bewerber mit individuellen Kampagnen profilieren.

Analysten, die auf politischen Datenplattformen Simulationen durchführen, schätzen die Wahrscheinlichkeit auf 17 bis 20 Prozent, dass zwei Republikaner die beiden Spitzenplätze belegen und die Demokraten damit aus der Hauptwahl ausschließen könnten. Gouverneur Newsom könnte versuchen, die demokratischen Kräfte zu bündeln, doch jeder Fehltritt könnte seine eigene politische Zukunft gefährden.

Mehrere Kandidaten, darunter der ehemalige Bürgermeister von Los Angeles, Antonio Villaraigosa, Justizminister Xavier Becerra und die Staatskontrolleurin Betty Yee, liegen in den Umfragen weit hinten. Für manche könnte dieses Rennen die letzte Chance auf ein öffentliches Amt sein. Unter den prominenten Bewerbern befinden sich zudem mehrere Personen of Color, etwa Becerra, Villaraigosa, Yee und der Staatsbildungsdirektor Tony Thurmond.

Da kein Kandidat deutlich führt, bleibt das Rennen ein enges Vier- oder Fünfkampfszenario – unter Berücksichtigung der Umfragefehlermargen.

Das Ergebnis der Vorwahl wird entscheiden, welche beiden Kandidaten im November antreten. Das Fehlen eines dominierenden Spitzenreiters bedeutet, dass jede Stimme eine entscheidende Rolle spielen könnte. Gleichzeitig macht die geschwächte Position der großen Parteien die Wahl unberechenbarer als in früheren Jahren.

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